Bruno Binggeli

Primum Mobile

Dantes Jenseitsreise und die moderne Kosmologie
Cover: Primum Mobile
Ammann Verlag, Zürich 2006
ISBN 9783250105022
Gebunden, 528 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Mit meist farbigen Abbildungen. Bruno Binggeli nimmt den Leser mit auf eine faszinierende Reise zum Ursprung der Dinge, zum Big Bang oder Urknall. Gleichzeitig zieht er eine Schlaufe zu den Himmelssphären-Forschern des Mittelalters, unter ihnen der große Dante, und macht so die moderne Astronomie mit den mittelalterlichen Jenseitstheorien bekannt. Gnade und Quantenphysik - Binggeli zeigt, dass Mittelalter und Moderne sich viel näher sind, als man glaubt. Das Primum mobile, der Anfang der Welt als Schöpfungsakt, entspricht in gewisser Weise dem Big Bang der modernen Astronomie, ebenfalls eine Grenze, über die hinweg nicht geforscht werden kann.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.11.2006

Anschaulich und mit persönlichem Tonfall beschreibe Bruno Binggeli den Stand der heutigen Astrophysik, lobt Rezensent Kurt Flasch, um dieses wissenschaftliche ?Weltbild' dann mit dem von Dantes "Göttlicher Komödie" zu vergleichen. Explizit als "Versöhnung" von Natur- und Geisteswissenschaft versteht der Autor sein kühnes Projekt, das er mit einer dritten Ingredienz bzw. Analogie sprachlich zu fassen versucht, der Psychologie von C. G. Jung. Während der Rezensent dem Autor große Kompetenz bescheinigt, wenn es um Astrophysik gehe, erkennt er "empfindliche Schwächen" bei der Dante-Exegese und legt dezent und weltmännisch sein Veto ein, wenn es um C. G. Jung geht. Auch mit dem selbst gesteckten Ziel Bruno Binggelis hadert der Rezensent, denn dieser "schwanke" zwischen möglichen Analogievergleichen und behaupteten Identifikationen. Kein Schwanken gibt es allerdings für Kurt Flasch in der Feststellung, dass hier ein rundherum "originelles" Buch vorgelegt wird.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2006

Große Bewunderung hegt Rezensent Joseph Hanimann für dieses Werk des Astrophysikers Bruno Binggeli. Er attestiert dem Autor, Dantes spätmittelalterliche Kosmologie und die Theorien der modernen Astrophysik überzeugend einander anzunähern, ja zu versöhnen. Dabei unterstreicht er, dass vorliegendes Werk nichts mit ähnlichen, aber esoterisch gefärbten Unternehmungen gemein hat, die sich irgendwelche Punkte herausgreifen, die eben gerade passen. Ausführlich geht er auf die zahlreichen Analogien ein, die der Autor zieht, etwa zwischen Dantes Primum Mobile und dem Big Bang. Besonders eingenommen zeigt sich Hanimann von Binggelis Fähigkeit, auch die kompliziertesten Sachverhalte verständlich darzustellen.
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