Franz Krojer

Die Präzision der Präzession

Illigs mittelalterliche Phantomzeit aus astronomischer Sicht
Cover: Die Präzision der Präzession
Differenz Verlag, München 2003
ISBN 9783000098536
Gebunden, 492 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Mit einem Beitrag von Thomas Schmidt. "Seit dem Sommer 1999 beschäftige ich mich mit Heribert Illigs These vom 'erfundenen Mittelalter'. Es sind vor allem astronomische, aber auch dendrochronologische Argumente, die gegen 300 Jahre frühes Mittelalter erfunden' sprechen. Mir ging es aber nicht um eine oberflächliche und 'elegante' Widerlegung dieser These, sondern ich habe durchaus auch in Betracht gezogen, dass an dieser These etwas richtig sein könnte; manches Vordergründige scheint zunächst sogar für Illig zu sprechen. Ich habe mir dazu sehr genau die Überlieferungen der klassischen Antike und des Mittelalters angesehen. Je detailreicher sie sind, umso mehr sprechen sie gegen Illigs These..."

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.07.2003

Franz Krojers "Die Präzision der Präzession. Illigs mittelalterliche Phantomzeit aus astronomischer Sicht" hat Rezensent Ulrich Kühne restlos überzeugt: Heribert Illigs Behauptung, 297 Jahre, die Zeit zwischen 614 und 911 n.Chr., seien im Rahmen einer mittelalterlichen Verschwörung in den Kalender eingeschoben und für die Geschichtsbücher mit fiktiven Ereignissen und Personen gefüllt worden, ist schlicht unhaltbar. Während die akademische Mediävistik Illig und seine Bestseller "Das erfundene Mittelalter" und "Wer hat an der Uhr gedreht?" ignoriert, hat sich der Privatgelehrte Franz Krojer die Mühe gemacht, Illigs These von der Phantomzeit mit Hilfe der Astronomie zu widerlegen, berichtet Kühne. Das gelingt ihm nach Ansicht Kühnes mit durchschlagenden Erfolg. Schon nach fünfzig Seiten naturwissenschaftlicher Beweisführung, steht für Kühne fest: Illigs Theorie sollte ad acta gelegt werden. Doch Krojer fährt fort: er erläutert die Gregorianische Kalenderreform, fügt eine Übersetzung des vollständigen Kalenderdekrets von Papst Gregor XIII. bei, rekonstruiert die antiken Schaltjahrregeln und die Eichung der steinernen Riesensonnenuhr des Kaisers Augustus auf dem römischen Marsfeld, um zu zeigen, dass unser kalendarisches Wissen über die Vergangenheit mit der naturwissenschaftlichen Zeitskala übereinstimmt. Spätestens auf Seite 100 beschleicht Kühne das Gefühl, "dass Krojer womöglich mit Atombomben auf Knallfrösche schießt".
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