"Die Welt hatte sich auf zwei Elemente reduziert: Sand und darüber Himmel." Fasziniert von der großen Stille, durchstreift der Abenteurer und Fotograf Bruno Baumann seit zwanzig Jahren gewaltige Naturlandschaften. Die Sand- und Gebirgswüsten der Erde Sahel, Sahara, Tibesti und Transhimalaja hat er so intensiv erlebt wie kaum ein anderer Europäer. In der als Todeswüste gefürchteten Takla Makan begab er sich auf historische Spurensuche und stieß dabei auf ein "Pompeji der Wüste", eine vom Sand verwehte Stadt aus der Zeit der Seidenstraße. In der Gobi schaffte er, was noch niemandem zuvor gelang: ihr sandiges Herzstück mit eigener Kraft zu überwinden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.12.2011
Nicht ohne Ironie bespricht Rezensent Hans Gasser diesen Band mit den üblichen Selbsterfahrungen eines Extremsportlers. Aber das heißt nicht, dass er sich bei der Lektüre nicht unterhalten hat. Bruno Baumann läuft seit Jahren durch die Wüsten dieser Welt. Er bezahlt Karawanen, damit er ihnen voraus gehen kann, in der Illusion, nun radikal allein zu sein und "eins mit der Natur" zu werden. Aber er schreibt wohl ganz ansprechend darüber, Gasser hat jedenfalls dies und das über den Alltag bei derart strapaziösen Unternehmungen gelernt.
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