Brita Steinwendtner

Du Engel Du Teufel

Emmy Haesele und Alfred Kubin - eine Liebesgeschichte
Cover: Du Engel Du Teufel
Haymon Verlag, Innsbruck 2009
ISBN 9783852185866
Gebunden, 192 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Die Geschichte einer großen, einer ungleichen Liebe: Alfred Kubin, der bedeutende Zeichner und Autor des Romans "Die andere Seite", und Emmy Haesele, die Frau eines Landarztes, die durch Kubin zur Künstlerin wurde. Während für den Frauenhelden Kubin Haesele nur eine von vielen Geliebten war - die leidenschaftliche Liaison dauerte kaum drei Jahre -, veränderte für sie die Begegnung ihr ganzes Leben. Obwohl sie an dieser Beziehung, an allen späteren Zurückweisungen, fast zugrundeging, hat sie ihre Liebe über alle persönlichen Katastrophen hinweg bis zum Tod bewahrt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.10.2009

Die Liebesgeschichte zwischen der verheirateten Emmy Haesele, einer "sehnsuchtsvollen Dame aus der Salzburger Provinz", und dem ebenfalls verheirateten Zeichner Alfred Kubin war keine glückliche, jedenfalls nicht für Emmy Haesele, erzählt Rezensent Karl-Markus Gauß. Nach einigen Jahren hatte er genug von seiner Geliebten und suchte sich was jüngeres. Während sie zu einem "Nichts" verbrannte, dass sich, wie Kubin ihr vorwarf, mit seiner unerwünschten Anhänglichkeit lächerlich machte. Brita Steinwendtner geht den Spuren dieses Liebesverhältnisses nach. In einer Mischung aus "atemloser" Reportage und Poem sucht sie Emmy Haeseles Obsession nachzuvollziehen, schreibt Gauß. Ein "disparates" Werk sei so entstanden, das "aufs Ganze" geht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 20.08.2009

Angetan ist Rezensent Oliver Pfohlmann von Brita Steinwendtners Buch über die Liebesgeschichte zwischen dem Künstler Alfred Kubin und der Zeichnerin Emmy Haesele. Während Kubin die Affäre laut Pfohlmann eher als Gelegenheit betrachtete, sich seiner Vitalität zu versichern, war sie für Haesele die "Schicksalsbegegnung ihres Lebens". Gelungen findet er, wie Steinwendtner zwischen dokumentarischen und lyrisch-empathischen Passagen wechselt und Originalpassagen aus Briefen und Aufzeichnungen Haeseles einflicht. Bisweilen allerdings scheint ihm die Empathie der Autorin "allzu distanzlos". Gleichwohl würdigt er das Buch als ein "ebenso anrührend wie eindringlich geschriebenes Denkmal" der Amor fou zwischen Haesele und Kubin.

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