Herausgegeben von Margrid Bircken und Heide Hampel. "Lieber 30 wilde Jahre zu leben statt 70 brave" war nicht nur die Lebensmaxime der Romanheldin Franziska Linkerhand, sondern auch die ihrer Autorin. Ein wahrer Schatz an Fotos und Selbstzeugnissen Brigitte Reimanns gibt uns intime Einblicke in die Biografie dieser lebenshungrigen, begabten Frau. Diese Bildbiografie illustriert das ungewöhnliche Leben der Schriftstellerin Brigitte Reimann in all seinen Höhen und Tiefen. Von privaten Schnappschüssen bis zu künstlerischen Fotos reichen die weitgehend unbekannten Bilddokumente, die ihre Lebensstationen vom Kleinkindalter bis zu den letzten von der Krankheit gezeichneten Jahren veranschaulichen. Da Brigitte Reimann stets eine wichtige Rolle im Literaturbetrieb spielte, an großen kulturpolitischen Ereignissen teilnahm und Freundschaften zu Malern, Architekten, Filmemachern und Autoren pflegte, vermittelt dieser Band auch ein lebendiges Bild vom kulturellen Leben der 50er bis 70er Jahre in der DDR.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Brigitte Reimann (1933-1973) war eine der bekanntesten Autorinnen der DDR. Sie schrieb Hörspiele und Drehbücher, Erzählungen, Reportagen, hinterließ Romane und Tagebücher. 1968 weigerte sie sich, dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in Prag zuzujubeln. Sie starb nach langer Krankheit an Krebs. Der von Margrid Bircken und Heide Hampel vorgelegte Band "Brigitte Reimann - Eine Biografie in Bildern" ist ein Rückblick auf die frühen Jahre der DDR und auf die Schwierigkeiten, sich in dieser Gesellschaft als Schriftsteller zu definieren. Zu den Schwierigkeiten, die jeder hat, der glaubt, sagen zu müssen, was ihn bedrängt, kam in der DDR hinzu, dass es ein Staat war, der sich als Gesellschaft verstand. Der Staat hatte nicht nur das Gewaltmonopol, sondern auch das ökonomische und das Meinungsmonopol. Er definierte alles, also auch, was ein Schriftsteller war... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…