Der Kampf gegen die Elemente, bei dem nur einer den Weg des Überlebens kennt: Drdjuck ist der einzige Überlebende seiner Familie. Die schwere Sturmflut hat sein Zuhause zerstört und sein bisheriges Leben davongespült. Nun ist eine Büffelherde seine neue Familie, mit der er durch die Steppe zieht, bis Jäger sie in eine Falle locken und gefangen nehmen. Drdjuck und die Büffel werden in eine Bunkerstadt verschleppt. Aufgrund der neuen Wetterphänomene ist der Mensch nicht mehr in der Lage, außerhalb von Schutzräumen zu überleben. Nur Drdjuck kann das, denn er hat gelernt, die Zeichen der Natur zu lesen. Nun steht er einer überlebenshungrigen, gnadenlosen Gesellschaft gegenüber, die mit Angst vor der Welt außerhalb der Stadt regiert wird. Ihr Herrscher erkennt Drdjucks Fähigkeiten, die für ihn Hoffnung und Gefahr zugleich bedeutet. Der Junge und seine Büffel werden nur so lange überleben, wie sie von Nutzen sind.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.11.2023
Mittendrin sind die Figuren in Boris Pfeiffers "Klima-Abenteuerroman" für Jugendliche - mittendrin in der Apokalypse, und Rezensent Stefan Fischer ist dort mit ihnen, von der ersten Seite an. Quälender Hunger, brühende Hitze, rasende Stürme - Pfeiffer entwirft hier ein echtes Schreckensszenario, das einen angst und bange werden lässt, ohne seinen Leserinnen und Lesern jedoch die Hoffnung zu nehmen - ganz im Gegenteil sogar, versichert der Kritiker. Mit Spannung und Zuversicht folgt man dem seltsamen Helden Drdjuck durch seine Abenteuer. Doch, bei aller Action - das eigentlich Spannende an diesem Roman ist laut Fischer die Art und Weise, auf die Konflikte ausgehandelt werden - was zählt in Drdjucks Welt ist nicht physische Kraft, sondern Charakter, Berechnung, Mut. Doch auch diese Eigenschaften können zur Gewinnung von Macht und Machtmissbrauch gereichen. Und darum geht es hier eigentlich: Den Einsatz von Macht und seine Konsequenz, so der mitgerissene Rezensent.
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