Bora Cosic

Die Reise nach Alaska

Frankfurt am Main
Cover: Die Reise nach Alaska
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN 9783518124932
Kartoniert, 173 Seiten, 9,00 EUR

Klappentext

Aus dem Serbischen von Wolf-Grießhaber. Im Frühjahr 2005 bricht der serbische Schriftsteller Bora Cosic zu einer Reise durch das frühere Jugoslawien auf. Er hat das Land Anfang der neunziger Jahre verlassen und findet nun ein Gebiet neuer Widersprüche vor. Müllberge türmen sich in Kroatien, Dörfer sind noch vom Krieg gezeichnet. In Sarajevo überblenden sich die Gegenwart und das Wissen um die Jahre der Belagerung, in Belgrad erfährt er sich als dazugehörender Außenseiter. osi verbindet sinnliche Anschauung mit politischer Kritik, scharfsinnige Reflexion mit Erinnerungen an die avantgardistische jugoslawische Kulturszene. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie es zur Katastrophe kommen konnte.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.03.2007

Ein "wunderbar kluges Buch? sieht Ilma Rakusa in Bora Cosics Jugoslawien-Bericht "Die Reise nach Alaska", in dem der Autor, der Anfang der neunziger Jahre Belgrad verlassen hat und nach Berlin gegangen ist, seine 2005 unternommene Reise ins frühere Jugoslawien schildert. Fasziniert folgt ihm die Rezensentin durch Slowenien, Kroatien, Bosnien und Serbien nach Belgrad, wobei die Landschaften, Dörfer und Städte zunehmend zerstörter, verwahrloster und trister werden. Rakusa liest die Aufzeichnungen als "Protokoll eines Beobachters zwischen Damals und Heute". Sie bescheinigt Cosics Eindrücken und Beschreibungen enorme Detailgenauigkeit und einen persönlichen Ton, mit "elegischen und polemischen Untertönen". Der Text des Berichts hat für sie etwas Schwebendes, "Somnambules", seine Sprache einen "soghaften Rhythmus". Rakusa Resümee: ein "wehmütiger Reise- beziehunsgweise Lebensbericht", der Anschauung und Erfahrung, Klage und Anklage gekonnt verbindet.
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