Bonnie-Sue Hitchcock

Der Geruch von Häusern anderer Leute

Roman
Cover: Der Geruch von Häusern anderer Leute
Carlsen Verlag, Hamburg 2016
ISBN 9783551560216
Gebunden, 352 Seiten, 17,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sonja Finck. Alyce weiß nicht, wie sie Fischen und Tanzen in Einklang bringen soll. Ruth hat ein Geheimnis, das sie nicht mehr lange verbergen kann. Dora will ihren Vater nie wieder sehen und wird von Dumplings Familie aufgenommen. Hank und seine Brüder hauen von zu Hause ab, doch einer von ihnen gerät dabei in große Gefahr. Und trifft auf Alyce. Hier, unweit des nördlichen Polarkreises, wo der Alltag manchmal unerbittlich ist, kreuzen sich ihre Lebenswege immer wieder. Sie kommen einander näher, versuchen einander zu retten. Und wenn man es am wenigsten erwartet, gelingt es.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.08.2016

Katharina Laszlo kann nur staunen über die Fähigkeit der Autorin Bonnie Sue Hitchcock, das Leben ihrer Figuren im Alaska der 70er Jahre anhand von Gerüchen und einer speziellen Geografie zu erzählen. Der Begriff emotionale Landschaft erhält so für die Rezensentin einen neuen Sinn. Wie die Frage der jugendlichen Protagonisten nach der eigenen Identität in diesem Debütroman an Erinnerungen und Ereignisse, aber auch an die Luft über Alaska gebunden wird, scheint Laszlo bemerkenswert. Gut gefallen hat ihr auch, wie Hitchcock die Biografien miteinander verbindet, um die Figuren vor der immer drohenden existenziellen Einsamkeit zu schützen. Überhaupt Zusammenhänge! Zwischen Gesellschaft und Individuum, Mensch und Natur, Legende und Wirklichkeit. Dafür interessiert sich die Autorin, meint Laszlo, der in diesem wunderbar synästhetischen Buch lernt, dass "Freundschaft wie frisch geernte Blaubeeren" riecht.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.06.2016

Dieser wunderbare Jugendroman besticht schon allein durch seine olfaktorischen Reize, versichert Rezensent Siggi Seuß, der hier die Wildblumen, das Hirschblut oder das Zedernholz geradezu zu riechen meint. Und dass Bonnie Sue Hitchcock in ihrem Debütroman all diese Gerüche auch noch brillant in die aus vier verschiedenen Episoden bestehende Geschichte über Ereignisse in Zentralalaska im Jahr 1970 zu einzubinden weiß, ringt dem Kritiker ohnehin große Anerkennung ab. Und so taucht er fasziniert ein in diesen poetischen Roman voller grandioser Landschaftsschilderungen, der von katholischer Frömmigkeit, Liebessehnsüchten, Gewalt und der Kluft zwischen Armen und Reichen ebenso erzählt wie von den Inupiat und der Arbeit von Fischern und Jägern.
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