Birgit Schmid

Freie Liebe ist für Feige

Lob der Eifersucht
Cover: Freie Liebe ist für Feige
zu Klampen Verlag, Springe 2018
ISBN 9783866745759
Gebunden, 160 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Spätestens seit der aufklärerischen Libertinage gilt die "freie Liebe" als Ausdruck einer progressiven Lebenseinstellung. In der Romantik wurde sie ebenso gefeiert wie in Jugend- und Studentenbewegungen. Heute erfreut sie sich als "Polyamorie" besonders unter Kosmopoliten großer Beliebtheit. Wer sich eifersüchtig zeigt, gar auf emotionale Exklusivität besteht, wird bestenfalls als hoffnungsloser Schwärmer, meist aber als besitzergreifender Despot betrachtet. Eifersucht ist eine der letzten verbliebenen Todsünden der Moderne. Das Konzept "offene Beziehung" erscheint auf den ersten Blick ungeheuer liberal und großzügig. Nein, besitzen oder gar brauchen sollte man niemanden … Aber spiegelt sich darin nicht einfach die Furcht davor, Farbe zu bekennen, sich verletzlich zu zeigen? Ist die Ehe das Ende der Leidenschaft, Monogamie gleichbedeutend mit Langeweile? Dürfen Treue und Ausschließlichkeit in einer Ehe eingefordert werden? Birgit Schmid hält  ein Plädoyer für die große und einmalige Liebe als Gegenentwurf zur emotionalen Beliebigkeit. Und zu einer solchen Liebe, davon ist sie überzeugt, gehört eben auch die vielgeschmähte Eifersucht, die hier eine Rehabilitierung erfährt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.05.2018

Regula Stämpfli ist verärgert. Birgit Schmids Buch findet sie weinerlich, in seinen Erkundungen der Eifersucht falsch und banal und ohne politischen Drive. Dass Eifersucht und Neid an der Schnittstelle von privat und politisch liegen, ahnt die Autorin nicht mal, meint Stämpfli wutschnaubend. Lieber als das zwischen Psycho-Ratgeber und romanischer Tragikomödie schwankende Buch soll der Leser Goethe oder gar Rilke lesen, um sich über die Eifersucht aufzuklären, meint die Rezensentin.
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