Mit 450 Abbildungen. Von der Notunterkunft zum kostengünstigen Wohnungsbau: Dieses Handbuch will einen wichtigen Beitrag zur Versachlichung der Flüchtlingsdebatte leisten. Denn die Integration verschiedener Bevölkerungsgruppen ist kein neues stadtplanerisches Thema. Als eigenständige Bauaufgabe sind Flüchtlingsbauten bislang jedoch kaum thematisiert worden, so dass dieser Planungshilfe eine besondere Bedeutung zuteil wird. Die klare Botschaft lautet: Deutschland hat aufgrund des hohen Planungs- und Handlungsdrucks die Chance, einen deutlichen Impuls für den Wohnungsbau zu setzen. Unkonventionelle Ideen, Pragmatismus und Einsatzbereitschaft sind gefragt, dürfen aber nicht zu unüberlegtem Aktionismus führen. Brauchbarer und dauerhaft guter Wohnungsbau muss nicht neu erfunden werden - vorhandenes Wissen und Erfahrungen müssen lediglich gebündelt werden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.04.2017
Rezensent Michael Mönninger lernt in dem von Lore Mühlbauer und Yasser Shretah herausgegebenen Band aufgeklärte Technokraten als echte Hilfe in Krisenzeiten kennen. Wie kostengünstige, schnelle und ansehnliche Flüchtlingsunterkünfte aussehen können und was das mit technisch-administrativer Umsetzbarkeit zu tun hat, lernt Mönninger hier anhand von Beispielen aus dem Libanon und aus Unterfranken. Wie sinnvoll der Baustoff Holz, Laubengänge und ein anderer Umgang mit Bauvorschriften sind, weiß der Rezensent spätestens, seit ihm die Autoren des Handbuchs den Reformbedarf einer "bautechnischen Vollkaskomentalität" auseinandergesetzt haben.
Mit Interesse hat Rezensent Patrick Guyton diesen Band über Flüchtlingsbauten gelesen, der sich vor allem an Fachleute richtet und diese mit neuen Ideen versorgen will. Welche Standards sollen gelten, wie viele Quadratmeter stehen wem zu, wie teuer darf es werden: auch solche ganz praktische Fragen werden laut Rezensent angesprochen und Beispiele - positive wie negative - gesammelt. Manchmal sind dem Rezensenten die Bilder von malerischen Flüchtlingskindern etwas zu hübsch. Doch der Versuch, eine "Vision über eine Architektur der Zuflucht" zu geben, hat ihm doch gefallen.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…