Öffentliche Räume sind die Essenz urbanen Lebens. Eine effektive Möglichkeit, deren Qualität und Quantität in unseren Städten zu erhöhen, ist die (Re-)Transformation von Verkehrsräumen in echte öffentliche Räume. Hierzu bedarf es zuallererst eines gerechteren Gleichgewichts zwischen den verschiedenen Nutzern. Dies bedeutet, dem Verweilen und aktiver Mobilität (Radfahren und Zufussgehen) mehr Platz einzuräumen. Zur Planung dieser Räume reichen jedoch die traditionellen Prinzipien der Verkehrs- und der Stadtplanung nicht aus. Andere Ansätze und Instrumente sind nötig. Sie betreffen sowohl die Gestaltung als auch den Prozess und sind in diesem Buch nicht als Regeln, sondern als kreative Strategien formuliert: das Vernetzen, die Co-Produktion, die Aktivierung der lokalen Ökonomie, die gemeinschaftliche Nutzung des Raums, der zirkuläre Metabolismus und die angemessene Ästhetik.
Monika Dittrich freut sich über das Buch des Architekten Stefan Bendiks und der Städtebau-Professorin Aglaee Degros. Die Autoren zeigen laut Rezensentin, dass die Verwandlung des urbanen Verkehrsraums in echte öffentliche Räume mit Platz zum Flanieren, Spielen und Begegnen möglich ist, ohne das Auto komplett zu verbannen. Die im Band zu besichtigenden Beispiele aus New York, Barcelona, Wien oder Kopenhagen sind für Dittrich schlagende Belege. Dass die mehrsprachigen Texte im Band mitunter sehr theoretisch klingen, findet die Rezensentin verzeihlich. Den Band hält sie für eine kluge und motivierende Inspiration für Stadtplaner und Stadtbewohner.
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