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Meine Anfänge

Piper Verlag, München 2025
ISBN
9783492073110
Gebunden, 384 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Henning Dedekind, Ursula Held, Karsten Petersen, Hans-Peter Remmler, Sigrid Schmid. Dieses Buch ist nicht die Geschichte von Microsoft oder der Gates-Stiftung. Es ist die menschliche, persönliche Geschichte, wie Bill Gates zu dem wurde, der er heute ist: seine Kindheit, seine frühen Leidenschaften und Ziele. Es ist die Geschichte seiner prinzipientreuen Großmutter und seiner ambitionierten Eltern, seiner ersten tiefen Freundschaften und des plötzlichen Todes seines besten Freundes. Es ist die Geschichte eines Teenagers und seiner nächtlichen Eskapaden in einem nahe gelegenen Computerzentrum bis in sein Studentenwohnheim, wo er eine Revolution auslöste, die die Welt für immer verändern sollte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.02.2025
Ein Leben im Zeichen der Leistung, darum geht es in diesem Buch laut Rezensent Nicolas Kurzawa. Beziehungsweise um ein Aufwachsen im Zeichen der Leistung, denn dieser erste Teil der Autobiografie des Microsoftmitgründers Bill Gates umfasst, lesen wir, die Jahre 1955 bis 1975 und behandelt Gates' junge Jahre, insbesondere Kindheit und Jugend als Sohn einer wohlhabenden, leistungsorientierten Familie in Seattle. Kurzawa fasst kurz entlang der Lektüre Gates' frühen Lebenslauf zusammen, weist auf die ersten Gehversuche als Programmierer hin und auch auf den außergewöhnlichen Ehrgeiz des jungen Bill Gates. Erwähnenswert findet er außerdem die Thematisierung zeithistorischer Ereignisse wie die Bürgerrechtsbewegung und auch der Rolle der Frau in einer männerdominierten Welt, offensichtlich sind das für Gates wichtige politische Statements. Eine lohnende Lektüre ist das Buch insgesamt, meint der Rezensent, man soll es jedoch nicht mit ungefilterten, authentischen Gedanken verwechseln, hier vermarktet sich Gates offensichtlich auch selbst.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.02.2025
Einer wie Bill Gates, der die Welt, in der wir Leben, in mehrfacher Hinsicht geprägt hat, hat sich laut Rezensent Andrian Kreye durchaus eine mehrbändige Autobiografie verdient. Der jetzt vorliegende erste Teil ist allerdings, fügt Kreye hinzu, nicht unbedingt eine allzu fesselnde Lektüre. Sie behandelt die frühen Lebensabschnitte des Autors bis zur Gründung von Microsoft, greift aber auch schon Themen auf, die vermutlich in den geplanten weiteren beiden Büchern, die dem Siegeszug seiner Firma und seiner Wandlung zum Philanthropen gewidmet sind, ausführlicher behandelt werden. Kreye zeichnet entlang der Lektüre Gates' Kindheit und Jugend nach, er wuchs in einer prototypischen amerikanischen Wohlstandsfamilie auf, begeisterte sich früh für Computertechnik und lernte bereits in der Schule den späteren Microsoft-Co-Gründer Paul Allen kennen. Allzu nah kommt man an den jungen Bill Gates nicht heran in diesem Buch, findet der Rezensent, das ist schlicht das Leben eines Nerds, Mädchengeschichten kommen kaum vor, mit der Popkultur seiner Zeit hat er wenig Berührungspunkte, und wenn er mal LSD nimmt, erinnert er sich vor allem an den Zahnarztbesuch am Folgetag. Gates ist in diesem Buch einer, der Bürotechnologie herstellt, die mit Computerutopien nicht viel zu tun hat, spannend wird das nur für Leute, die sich für Gleitkommas und ähnliches interessieren. Auf die beiden Folgebände scheint der vom Menschen Gates faszinierte Kreye dennoch neugierig zu sein.