Colleen Cordes, Edward Miller

Die pädagogische Illusion

Ein kritischer Blick auf die Bedeutung des Computers für die kindliche Entwicklung
Cover: Die pädagogische Illusion
Freies Geistesleben Verlag, Stuttgart 2002
ISBN 9783772522178
Kartoniert, 157 Seiten, 12,50 EUR

Klappentext

Herausgegeben von der "Alliance for Childhood". Die amerikanische Alliance for Childhood, eine Vereinigung aus verschiedenen Verbänden, die sich den Schutz der Kindheit zur Aufgabe gemacht hat, sorgte mit einem öffentlichen Aufruf zum Stopp der Ausrüstung von Kindergärten und Schulen mit Computern in den amerikanischen Medien für Aufsehen. Die wissenschaftliche Grundlage für diesen Aufruf bildete das Buch von Colleen Cordes und Edward Miller, die zugleich die Alliance for Childhood in den USA mitbegründeten. Cordes und Miller zeigen, wie Kinder vor allem in den ersten sieben Lebensjahren ganz andere Anregungen brauchen, als sie Compu-terprogramme vermitteln können. Sie machen deutlich, wie unmittelbare menschliche Beziehungen, Aktivitäten in der Natur, freies Spiel, Bewegung und Musik die kindliche Entwicklung anregen...

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 21.03.2002

Thomas Feibel widmet sich mit zwei Neuerscheinungen, die sich kritisch mit dem Computer in Schul- und Kinderzimmer beschäftigen. Im Grunde genommen begrüßt er dies, sei die PC-Akzeptanz doch so weit fortgeschritten, dass "Lehrer, die früher blind gegen Computer in der Schule waren, heute blind dafür sind". Die Qualität der beiden Bücher - "Die pädagogische Illusion" von Collen Cordes und Edward Miller und Hartmut von Hentigs "Der technischen Zivilisation gewachsen bleiben" - fällt nach seinem Urteil jedoch sehr unterschiedlich aus.
Ein "wunderbares 80er-Jahre-Buch" staunt Feibel über "Die pädagogische Illusion" von Collen Cordes und Edward Miller, die vor den Gefahren des Computers für die kindliche Entwicklung warnen, was in den USA bereits zur Bildung einer "Alliance of Childhood" geführt habe. Uralte Vorwürfe werden hier mit "beneidenswerter Leidenschaft" vorgetragen, schreibt Feibel: etwa dass die emotionale und soziale Entwicklung leidet, die Kinder vereinsamen und ihre Fantasie verlieren. Belege hierfür gebe es leider nur in Ansätzen. Die Lektüre bringt den Leser daher kein bisschen weiter, urteilt Feibel: "Das Ansinnen mag hehr sein, aber Sätze wie 'Computer haben im Kinderzimmer nichts zu suchen' lassen einen leisen Zweifel am Realitätssinn der Autoren aufkommen."

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