Seit einiger Zeit erkennt die Geschichtswissenschaft in Teilen der zeitgenössischen Kunst eine wertvolle Quelle für die eigene Arbeit. Hanne Darbovens "Schreibzeit? ist als exponiertes Beispiel des künstlerischen Erinnerns Ausgangspunkt einer Tagung des Max-Planck-Instituts Göttingen. Die Beiträge spiegeln in Bezug auf Darbovens Hauptwerk die Grundlagenforschung zu den Begriffen Geschichtsbewußtsein, Geschichtskultur und Erinnerungskultur.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.06.2000
Der Sammelband vereinigt Beiträge einer Tagung zu Hanne Darbovens künstlerischem "Schlüsselwerk" Schreibzeit. Die Rezensentin Sibylle Omlin würdigt keinen einzigen davon näherer Betrachtung, verweist nur auf Verweise auf Kluge/Negt oder Boltanski, On Kawara und Opalka und moniert summarisch, dass der mehrmals auftauchende Begriff der "Einschreibung" besser durch die Untersuchung von Lyotard, Derrida oder Barthes abgesichert worden wäre.
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