Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783803137715 Gebunden, 288 Seiten, 28,00
EUR
Klappentext
Mit 75 farbigen Abbildungen. Die Museumsbesucher in Florenz schwindelt es. Überwältigt von der Schönheit der Uffizien oder des Palazzo Pitti, leiden sie unter Desorientierung, Herzrasen und Angstzuständen, sie werden 'kunstkrank': Derartige psycho-physische Bildwirkungen beobachtet Ende der 1980er Jahre die Psychiaterin Graziella Magherini. Sie prägt dafür den Begriff "Stendhal-Syndrom". Dieses Phänomen ist keineswegs neu: Kunst hat seit jeher verletzt und geheilt, schockiert und getröstet, war religiöses Vorbild und Versprechen irdischen Glücks. Beispiele solch starker Reaktionen auf Bilder sind vielfältig - und haben ihre je eigene Geschichte. Von überwältigenden ästhetischen Gefühlen erzählt Bernd Stiegler in neun historischen Fallstudien: Sie reichen von Pilgerreisen zu wundertätigen Bildern im Mittelalter, vom gemeinsamen Weinen vor anrührenden Gemälden im 18. Jahrhundert bis hin zur Begegnung mit Schockfotos und Op-Art im 20. Jahrhundert. Ein Buch über die mal kollektive, mal intime Faszination von Bildern - und was sie über die Wünsche ihrer Betrachter verrät.
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