Bernd Skiera

Mengenbezogene Preisdifferenzierung bei Dienstleistungen

Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, Wiesbaden 1999
ISBN 9783824490257
Broschiert, 433 Seiten, 70,56 EUR

Klappentext

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Universitäts-Verlag. Die mengenbezogene Preisdifferenzierung, auch nichtlineare Preisbildung oder Non-linear Pricing genannt, hat nicht zuletzt durch die Einführung der BahnCard sowie der Gestaltung der Tarife im Telekommunikationsbereich, im Internet und im Energieversorgungsbereich an Bedeutung gewonnen. Dabei weisen die bisherigen Erfahrungen erhebliche Möglichkeiten zur Steigerung der Gewinne auf. Bernd Skiera zeigt, wie sich Konsumentenreaktionen auf derartige Preise adäquat erfassen lassen und wie auf dieser Basis eine optimale mengenbezogene Preisdifferenzierung vorgenommen werden kann. Die Anwendbarkeit der vorgeschlagenen Analyseverfahren auf konkrete Probleme in der Unternehmenspraxis wird durch drei empirische Studien verdeutlicht. Des weiteren wird gezeigt, wie die mengenbezogene Preisdifferenzierung auch mit anderen Formen der Preisdifferenzierung, z. B. der zeit- oder leistungsbezogenen Preisdifferenzierung, kombiniert werden kann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.07.2000

Heinz K. Stahl zeigt sich ein wenig überrascht, dass hier "ausgerechnet eine Habilitationsschrift" eine große Praxisnähe aufweist. Die Verbindung zwischen Theorie und praktischer Anwendung scheint ihm hier gelungen zu sein. Stahl hebt besonders Skieras Überlegungen zur Zahlungsbereitschaft der Konsumenten hervor, die er über die "Preisbereitschafts- und Nachfragefunktion" stelle. Dabei hat Skiera, wie der Leser erfährt, die linearen und pauschalen Tarife (beispielsweise bei Strom oder Telekommunikation) den zweiteiligen Tarifen (die aus Grundpreis und einem von der individuellen Nutzung abhängigen Preis) gegenübergestellt. Hier seien nach Ansicht des Autors größere Gewinnsteigerungen möglich, bei einer allerdings niedrigeren Benutzerzahl. Stahl betont, dass sich der Autor in seiner Studie vehement gegen die praxisüblichen "methodischen Vereinfachungen" wendet. Lobend erwähnt der Rezensent auch die vielen Beispiele, die Skiera anführt und die ihm für eine praktische Anwendung recht nützlich erscheinen.
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