Bernd Pfarr

Sondermann im Glück

Zweitausendeins Verlag, Frankfurt am Main 2002
ISBN 9783861504450
Gebunden, 152 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

145 farbige Bilder und Cartoons. Mit einem Vorwort von Bernd Eilert. Groteske Abenteuer mit sprechendem Toilettenpapier, Plüschbügeleisen und Kampfmumien: dies sind Sondermanns neueste Erlebnisse. Erstmals in Buchform und die größte Sondermann-Sammlung bisher.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.09.2002

Sehr liebevoll verfährt Alex Rühle mit Gestalt und Gestaltung des neuesten Comicbandes von Bernd Pfarr, der dem Dauerhelden diesmal ein - wenn auch stilles - Glück beschert. Seit elf Jahren begleite Pfarr den seltsamen aber wackeren Büroangestellten, der eine eher Pessoa-hafte Existenz führt, durch sein eigentlich höchst unauffälliges Leben, schwelgt Rühle in elf Jahren Comiclektüre. Da aber bei Sondermann sonderlicher weise die "Magie daheim" ist, sehe zum Beispiel seine Wohnung jedes Mal anders aus, immer aber ausgefallen und häufig in Pastellfarben gehalten, eine Gestaltung, an die sich die funkelnden Textpassagen wie ein "sanft schimmernder Sofabezug" anschmiegen würden, schreibt Rühle schwärmerisch. Er sympathisiert durchweg mit Sondermann, der ob der wunderlichsten Dinge nie aus der Haut fahren würde, ein stiller Dulder und ein stiller Genießer ist, vielleicht weil er spürt, mutmaßt Rühle, dass "jeder Mensch Schuld trägt" - auch der Kritiker.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.07.2002

Seit mehr als fünfzehn Jahren zeichnet Bernd Pfarr für die satirische Zeitschrift "Titanic" und erzählt in "seitenfüllenden Geschichten" die Abenteuer eines kleinen Angestellten namens Sondermann, die Tilman Spreckelsen einerseits durch ihre Kargheit bestechen (Pfarr kommt meist mit ein oder zwei Bildern aus, bemerkt er, die schlaglichtartig die ganze Vorgeschichte miterfasse) und andererseits durch die allumfassende Güte und Liebenswürdigkeit der Titelfigur beeindrucken. Sondermann ist so freundlich, meint Spreckselsen, und seine Welt so liebevoll, dass er manchmal fast an seinem eigenen Anspruch auf Freundlichkeit und Güte zu zerbrechen scheint. Wer schenkt schon einer Kanalratte als Trostpflaster zwei brandneue Hunderteuroscheine, fragt der Rezensent begeistert und begrüßt diese neue Geschichtensammlung, die alle Pfarr-Zeichnungen in Originalgröße und sorgfältig reproduzierten Farben wiedergibt.
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