Klappentext
Nabel, Spalt und ein singender Maulwurf... Begleitet von ihrer Hündin zeichnet sich die Feuchtenbergerowa durch nur scheinbar unzusammenhängende Orte. DER SPALT enthält fünf grafische Essays, angeregt vom Streunen durch Rom, Paris, Wien und in der pommeranischen Gegend.Anke Feuchtenberger, herausragende Vertreterin der deutschen Comicszene, deren Werk zuletzt mit Ausstellungen in Hamburg, Paris, Schwerin und Brüssel gewürdigt wurde, legt mit DER SPALT eine Sammlung von Comics vor, die zuvor in verschiedenen Sprachen und Publikationen erschienen sind. Ergänzt wird das großformatige Buch um eine Heftbeilage mit Anke Feuchtenbergers Texten zur Kunst von Kerstin Grimm, Gosia Machon, Nicolas Mahler und Ellen Sturm.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 16.01.2026
Eine "Comic-Flaneurin" nennt Rezensentin Jule Hoffmann die Künstlerin Anke Feuchtenberger, deren Comic-Essays die Grenzen ihres Mediums nicht nur ausloten, sondern ausweiten. Reiseerzählungen, Beobachtungen, Erinnerungen und Reflexionen über Themen wie Weiblichkeit, Körperlichkeit und Sprache verbinden sich hier zu einem organischen und poetischen Ganzen, erklärt Hoffmann. Darin erkundet Feuchtenberger konkrete Orte - Rom, Paris, einen U-Bahnsteig - beobachtet, assoziiert und gerät dabei immer wieder an Unorte, in Zwischenräume, die zu Durchgängen oder Brücken werden, zu surrealen Freiräumen, in denen sich mentale Landschaften bilden können. Ihre Zeichnungen, so Hoffmann, wirken oft intim, manchmal rätselhaft und unheimlich, lesen wir. Offenbar sieht sich Feuchtenberger weniger in der Tradition klassischer Comics, als in der Tradition der bildnerischen Kunst und der christlichen Ikonografie, stellt die Rezensentin fest. Über diese Tradition schreibt Feuchtenberger auch in einem Begleitheft: einer Sammlung an Lobliedern auf jene Künstlerinnen, die Feuchtenberger geprägt haben, mit deren Werken das ihrige "im Dialog steht", wie die Rezensentin es ausdrückt - ein Dialog, dem beizuwohnen sich lohnt!
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