Bernd Hontschik

Körper, Seele, Mensch

Versuch über die Kunst des Heilens
Cover: Körper, Seele, Mensch
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2006
ISBN 9783518458181
Kartoniert, 144 Seiten, 6,50 EUR

Klappentext

Wer über die Medizin im 21. Jahrhundert nachdenkt, hat ein großes Klagen im Ohr: Patienten fühlen sich unverstanden, Ärzte sehen sich von Zwängen umstellt, während Technologie und immer neue alternative Methoden Heilsversprechen machen. Doch wie werden wir wirklich gesünder? Bernd Hontschik, praktizierender Arzt, nimmt sich die Freiheit, über seine tägliche Arbeit - und über sie hinaus - nachzudenken, und plädiert für ein Umdenken in der Medizin. Im ersten Band der neuen Reihe "medizinHuman" geht es um die Irrwege der hochgerüsteten Medizin und die Wichtigkeit ärztlicher Kreativität. Warum heilen Wunden entgegen aller Logik nicht zu? Warum wirken Medikamente manchmal und manchmal nicht? Seine Antwort: Der Mensch ist weit mehr als eine "triviale Maschine", und die Kunst des Heilens besteht darin, ihn auch so zu behandeln: als Einheit von Körper und Seele.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2008

Gesine Hindemith begrüßt diese kritische Bestandsaufnahme der Schulmedizin, die der Chirurg Bernd Hontschik vorgelegt hat. Sie lobt die anschaulichen, gut lesbaren und auf medizinisches Kauderwelsch weitgehend verzichtenden Ausführungen des Autors, der am Beispiel seiner eigenen Ärzte-Biografie vor Augen führt, was in der medizinisches Praxis heute falsch läuft. Hontschiks Auseinandersetzung mit der Schulmedizin, ihrer mechanistischen, dualistischen, scheinbar objektiven Weltanschauung und ihrer Ausblendung der Lebenswelt des Patienten findet sie rundum überzeugend. Zustimmend äußert sie sich auch über das Modell einer "Integrierten Medizin", das der Autor entwickelt.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.11.2006

Begeisterung hat dieses Buch des Chirurgen Bernd Hontschik bei Werner Bartens ausgelöst. Er würdigt es als "großartiges Plädoyer" für eine Medizin, die sich wirklich auf den Patienten als hilfesuchendes, leidendes Individuum einlässt. Im Mittelpunkt des schmalen Buchs findet er nicht Stammzellen, Organtransplantation oder Gentechnik, sondern das Verhältnis von Arzt und Patient, die Verständigungsschwierigkeiten zwischen ihnen, und nicht zuletzt die psychische und soziale Seite des Leidens - Themen, die in individuellen Fallbeispielen veranschaulicht werden. Den Stil des Buchs lobt Bartens als "einfach, klar, eindringlich, manchmal berührend". Die Intention des Autors, den psychosomatischen Ansatz in der Medizin wieder zu beleben und für integrierte Medizin zu werben, kann Bartens nur begrüßen, zumal es Hontschik zu seiner Freude hervorragend gelingt, das Schlagwort von der ganzheitlichen Medizin "mit Leben zu füllen".
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