Benedict Wells

Die Geschichten in uns

Vom Schreiben und vom Leben
Cover: Die Geschichten in uns
Diogenes Verlag, Zürich 2024
ISBN 9783257073140
Gebunden, 400 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Benedict Wells erzählt von der Faszination des Schreibens und gibt einen tiefen Einblick in sein Leben, von seiner Kindheit bis zu seinen ersten Veröffentlichungen. Anhand eigener und anderer Werke zeigt er, wie ein Roman entsteht, was fesselnde Geschichten ausmacht und wie man mit Rückschlägen umgeht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 20.08.2024

Dass auch dieses Buch von Benedict Wells wieder ein Erfolg wird, daran hat Kritikerin Cornelia Geißler keinen Zweifel: Eigentlich wollte der Autor erstmal eine Pause vom Schreiben einlegen, stattdessen hat er über das Schreiben selbst geschrieben. Und über sein Leben, die schwierige Familiensituation, seine Zeit im Internat, so Geißler. Es beeindruckt sie, wie Wells nicht aufgibt, obwohl es mit den Romanen erstmal jahrelang nicht klappt und alle Testleser schlechte Rückmeldungen geben. Auch anhand der Bücher, die der Autor gelesen hat, erörtert er die Geheimnisse eines guten Texts und spricht damit eine "großherzige Einladung zum Schreiben" aus, resümiert die Rezensentin.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 09.08.2024

Rezensentin Julia Schröder kann Benedict Wells aus Versehen entstandenes Buch - eigentlich wollte er doch eine Schreibpause machen - über sich selbst und sein Schreiben nur bedingt empfehlen: Eingefleischte Wells-Fans werden hier durchaus auf ihre Kosten kommen, vermutet Schröder, etwa wenn der Autor von seiner schwierigen Kindheit und seinem aufhaltsamen Aufstieg zum Bestseller-Autor erzählt. Die doch recht zahlreichen sprachlichen Schnitzer, die Redundanzen, das Namedropping, die Gemeinplätze - all das wird einen echten Fan nicht stören. Und auch, wer selbst schreibt oder schreiben will, kann über die Schwächen des Buches vielleicht hinweg sehen, zumindest in Anbetracht der vielen nützlichen Werkzeuge zum Schreiben, Überarbeiten und zur Selbstmotivation, die wir vor allem im zweiten Teil des Buches "Über das Schreiben" an die Hand bekommen. Allen anderen rät Schröder eher ab von der Lektüre.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.07.2024

Rezensent Cornelius Pollmer schreibt angeregt über Benedict Wells' Buch über das Schreiben. Der Erfolgsautor Wells beschreibt zunächst, erfahren wir, seinen durchaus entbehrungsreichen Weg zum Schriftstellertum, anschließend gibt er Tipps fürs erfolgreiche Schreiben und kritisiert sich abschließend selbst, indem er alte Versionen seiner Texte unter die Lupe nimmt. All dies tut er mit entwaffnender Ehrlichkeit und Freundlichkeit, meint Pollmer, der der Lektüre einige interessante Erkenntnisse entnimmt - zum Beispiel hinsichtlich des Phänomens, dass Texte manchmal klüger sind als diejenigen, die sie schreiben. Auch auf einige andere Bücher über das Schreiben, unter anderem von Stephen King und Elizabeth Gilbert geht dieses Buch ein, freut sich ein insgesamt positiv überraschter Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 25.07.2024

Wer davon träumt, einen Roman zu schreiben, kann von diesem Buch lernen, wie schwer das ist, glaubt Rezensent Cordt Schnibben. Benedict Wells, inzwischen selbst erfolgreicher Schriftsteller, schildert darin zunächst seinen langen und entbehrlichen, von vielen Absagen geprägten Weg zum publizierten Autor. Im Folgenden gibt Wells, den Schnibben auch zum Gespräch getroffen hat, laut Rezensent den Lesern Tipps fürs erfolgreiche Schreiben. Und diese Tipps findet Schnibben schon deshalb besonders wertvoll, weil Wells eben sehr erfolgreich ist. Außerdem finden sich Passagen, in denen Wells anhand von Beispielen aus der eigenen Schreibpraxis zeigt, wie sehr sich sein Schreiben über die Jahre verbessert hat - harte Arbeit ist nötig, um als Schriftsteller zu reüssieren, schließt der Rezensent hieraus. Ein scharfsichtiges Buch über das Literatenhandwerk ist dieses Buch für den von Wells ziemlich rückhaltlos begeisterten Schnibben.

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