Wie erzählt man vom eigenen Leben, wenn weltbewegende Ereignisse nicht zu berichten sind? Ulrich Greiner sichtet sein Leben anhand von Dingen, die - nicht nur für ihn - eine Rolle gespielt haben. So ergibt sich eine Reihe von Stichwörtern: Auto, Bett, BH, Buch, Kühlschrank, Radio und Strand, aber auch Film, Feuilleton, Presse und so fort. Dabei steigen Bilder auf, die viele von uns in sich tragen: Sie gehen von vertrauten Dingen aus, die jeder kennt, und doch sind sie die Auslöser von besonderen Erinnerungen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.10.2015
Rezensent Gustav Seibt schüttet das Lob förmlich aus über dem Autor, Ex-Zeit-Feuilletonchef und Literaturkitiker Ulrich Greiner und seinen Lebenserinnerungen in alphabetischer Folge. Was Greiner hier übers Autofahren, sein Liebesleben oder den schlaffen Händedruck von Frank Schirrmacher berichtet, zeigt Seibt eine bürgerliche Welt. Die Art der Präsentation, gut austariert zwischen Diskretion und Offenheit, wie Seibt versichert, hat es dem Rezensenten angetan, Greiners reines Deutsch auch und dass sich das Buch chronologisch, springend und auch blätternd lesen lässt.
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