Aus dem Englischen von Gisela Kretzschmar. Journalist Ben Sherwood schrieb dieses Buch aus persönlicher Betroffenheit nach dem Tod seines Vaters. Er hat Hunderte von Menschen interviewt, z.B. eine Ballerina, die die Begegnung mit dem Auschwitz-Arzt Dr. Mengele überlebt hat, oder eine Frau, die sich unabsichtlich eine Stricknadel ins Herz gerammt hat. Er hat Tipps herausdestilliert, wie man sich in Extremsituationen verhalten sollte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.11.2009
Manuela Lenzen hat zwei Bücher über Katastrophenverhalten und Überlebenschancen gelesen, die sich in Aufbau, Inhalt und Intention sehr ähnlich sind, wie sie feststellt. Sowohl Amanda Ripley als auch Ben Sherwood untersuchen in ihren Büchern, ob es einen bestimmten zum Überleben von Katastrophen prädestinierten Charakter gibt, welche Überlebensstrategien es gibt und wie man sich auf Katastrophen vorbereiten kann. Beide Autoren haben sich Lenzen zufolge verschiedenen Katastrophenübungen ausgesetzt und plädieren jeweils für eine verbesserte Vorbereitung auf den Katastrophenfall sowohl des Einzelnen als auch der staatlichen Stellen, stellt Lenzen eingenommen fest. Doch obwohl die Rezensentin den Büchern entnimmt, dass man sich durchaus für Katastrophen wappnen kann, und sie Ripley und Sherwood dafür lobt, keine "Panikmache" zu betreiben, ist sie am Ende nicht wirklich beruhigt: Was nützt ihr beispielsweise der beste Feuermelder, fragt sie zweifelnd, wenn sie im Brandfall aus dem Bett springt, ohne zu bedenken, dass sie sich wegen des gefährlichen Rauchs über den Fußboden nach draußen robben müsste.
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