Barrie Kosky, gefeierter Opernregisseur und meisterhafter Jongleur scheinbar unvereinbarer Gegensätze, lässt uns in "Und Vorhang auf, hallo!" an seinem außergewöhnlichen Leben teilhaben. Geboren und aufgewachsen in Australien, 15 000 Kilometer Luftlinie entfernt von Europa, der Wiege der Oper, hat er schon früh seine Liebe zu dieser Kunstform entdeckt. Wie kam es dazu? Wie passen diese beiden Welten zusammen? Was verbindet das Musiktheater, die australische Kindheit und Jugend von Barrie Kosky und seine Karriere in den europäischen Kulturmetropolen? Sieben Figuren aus der Welt des Musiktheaters geben darüber Aufschluss, anhand von ihnen tauchen wir ein in die Biografie des weltberühmten Opernregisseurs, in seine Gedankenwelt, Erfahrungen und Fantasien, in seine Beziehung zu den verschiedenen Opern, ihren Urhebern und Protagonist:innen und lernen diese wiederum aus Koskys besonderer Perspektive ganz neu kennen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.03.2023
Rezensent Stephan Speicher ist hingerissen von diesem Buch des Opernregisseurs Barrie Kosky, das der ehemalige Intendant der Komischen Oper Berlin zusammen mit Rainer Simon verfasst hat. Von Koskys Kindheit mit opernseliger Oma liest er ebenso angerührt wie er sich vom Kenner die Kompositionen von Paul Abrahams oder Puccini oder die Grundsätze der Interpretation erläutern lässt. Dass der Autor die Freude an seinem Fach nie verloren hat, spürt Speicher auf jeder Seite. Gut auch, dass nichts Reaktionäres, Pädagogisches diese Erinnerungen trübt, findet er.
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