Friedrich Gottlieb Klopstock. Neue Ansichten, Unbekanntes und Vergessenes vom alten Klassiker. Axel Kahrs hat nachgefragt, was es auf sich hat mit dem Mann, dem der frühe Beststeller "Messias", gelang. Aber auch, was hinter dem Spott über Klopstocks Namen steckt und was es mit dem Zerwürfnis zwischen dem Dichter und seinem jungen Kollegen Goethe auf sich hat. Er folgt Klopstocks Spuren in den Werken der heutigen Schriftsteller und findet modernes "nature writing" in den alten Oden, die als Zeugnisse einer großen Freundschaft unter dichtenden Bürgern und herrschenden Adeligen entstanden. Ein unerwartet aktuelles Portrait, auch nach 300 Jahren....
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.07.2024
Axel Kahrs legt Rezensent Hilmar Klute zufolge eine schöne Annäherung an das Werk eines Vergessenen der deutschen Literaturgeschichte vor. Denn Klopstock war, führt Klute aus, zwar der erste echte Popstar unter den deutschen Schreibern, heute jedoch kräht kaum noch ein Hahn nach ihm. Kahrs nun gelingt laut Rezensent eine Würdigung Klopstocks mitsamt lesenswerten Textexegesen. Entlang des Buches zeichnet Klute Klopstocks Lebensweg nach, von einem privilegierten Bildungsweg zu einem Dichterleben, das vor allem von adeligen Mäzenaten finanziert wurde. Kann man Klopstock heute noch lesen? Klute ist sich da, dezidiert mit Blick auf das Hauptwerk "Messias", nicht so sicher. Aber dank Kahrs' schönem Buch kann man, fährt er fort, doch einige Linien in die Gegenwart ziehen, zum Beispiel zum Hype um das Nature Writing, das in Klopstocks Begeisterung für Moos präfiguriert wird. Klopstock mag der Gegenwart fremd bleiben, schließt Klute, aber dank dieses klugen, elegant geschriebenen Buches kann man sich dennoch mit Gewinn in seiner Welt umschauen.
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