Harro Zimmermann (Hg.)

Unser Klopstock - Ein lyrisches Stimmenkonzert. 1 Audio-CD

Cover: Unser Klopstock - Ein lyrisches Stimmenkonzert. 1 Audio-CD
Wallstein Verlag, Göttingen 2003
ISBN 9783892447078
CD, 12,00 EUR

Klappentext

Texte von Friedrich Gottlieb Klopstock produziert in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk mit Michael Augustin, Johannes Bobrowski, Volker Braun, Inge Buck, Heinz Czechowski, Robert Gernhardt, Rolf Haufs, Kerstin Hensel, Eberhard Hilscher, Günter Kunert, Karl Mickel, Dirk von Petersdorff und Peter Rühmkorf. Auch 200 Jahre nach seinem Tod ist der Einfluß Klopstocks auf die deutsche Lyrik groß. Auch wenn seine Gedichte im populären Gedächtnis relativ wenig bekannt sind, so gilt er denen, die selber Lyrik verfassen, häufig als Orientierungspunkt. Harro Zimmermann, langjähriger Literaturredakteur bei Radio Bremen, hat auf einer CD Texte von zeitgenössischen Dichtern und Autoren zusammengestellt, in denen sie über ihr Verhältnis zu Klopstock reflektieren und seine Werke vortragen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.10.2003

Eins steht für den Rezensenten Steffen Martus fest, Klopstock hat "von allen Dichtern des achtzehnten Jahrhunderts am meisten gewagt, sprachlich wie gedanklich", und nicht zuletzt "politisch". Gerade diese "Doppelung aus poetischer und politischer Souveränität" habe im 20. Jahrhundert wieder breiteres Interesse an Klopstock geweckt. Im von Harro Zimmermann zusammengestellten Hörbuch "Unser Klopstock" erläutern "namhafte Autoren" ihre Beziehung zu Klopstock und lesen Klopstocks eigene oder von Klopstock inspirierte Gedichte. Beim Hören hat der Rezensent zwei grundlegend unterschiedliche Rezeptionslinien erkannt, die eine im Osten, die andere im Westen. Während der Osten, ausgehend von Johannes Bobrowski, vornehmlich den politischen Klopstock, den Dichter als "Citoyen" schätzte, erfreute sich der Westen, Peter Rühmkorf nachfolgend, an der "virtuosen Frechheit" seiner Sprache. Ganz so eindeutig seien die Grenzen zwar nicht verlaufen, doch Martus hält als Fazit fest: "Der Unterschied zwischen Ost und West im Umgang mit Klopstock liegt wohl schlicht darin, dass Klopstock in der DDR ein Leben verändern konnte." Zwar findet der Rezensent die Herausgeberarbeit ein wenig schlampig - es fehlen die Quellenangaben und sogar die Daten der Gespräche -, doch letztlich überwiegt die Freude: "Das ist Klopstock: fern, verrückt und großartig."
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