Band 1: Der Kurverein. Kurfürstentage und Reichspolitik. Band 2: Wahlen. Der Kampf um die kurfürstliche "Präeminenz".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.07.2000
Gerrit Walther lobt in seiner ausführlichen Rezension zunächst Gotthards Pensum, die Aktenkilometer, durch die er sich arbeiten musste, um seine Geschichte der Kurfürsten nach 1500 zu schreiben. Der Rezensent sieht sich aber nach den 850 Seiten des Buchs in der Einschätzung bestätigt, die er vorher schon hatte: Es handelt sich um eine Geschichte des Niedergangs. Der im Mittelalter so mächtige Kurverein weltlicher und geistlicher Kurfürsten, die den deutschen Kaiser wählten, sank spätestens nach der Glaubensspaltung bis zur Bedeutungslosigkeit herab. Gotthards Buch und seine zuweilen "seltsam hitzige Eloquenz" feiert der Rezensent dabei gegen seine Intention: Gotthard möge wohl an der bleibenden Bedeutsamkeit der Kurfürsten festhalten wollen - seine dichte Arbeit an den Quellen und die "Ambivalenz seiner Befunde" aber zeigten gerade, dass sich diese These nicht aufrecht erhalten lasse.
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