Astrid Rosenfeld

Kinder des Zufalls

Roman
Cover: Kinder des Zufalls
Kampa Verlag, Zürich 2018
ISBN 9783311100010
Gebunden, 270 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Wie viel Unglück verträgt das Glück? Was tun, wenn sich das Leben immerzu im Kreis dreht? Die halbe Welt liegt zwischen Maxwell und Elisabeth. Der Zufall führt sie zusammen und an einen seltsam mystischen Ort irgendwo in der texanischen Wüste. Sie wissen nichts voneinander und erkennen sich sofort. Der amerikanische Cowboy, der kein Cowboy mehr ist, und die deutsche Tänzerin, die nicht mehr tanzen kann. In sich tragen sie die Geschichten ihrer Mütter - Charlotte, die wie eine Löwin für ihr Glück kämpft, und Annegret, der das Leben bloß widerfährt. Geschichten, die von ewigem Sehnen erzählen, vom Streben nach Liebe und Geld und Wahrheit, von kleinen und großen Wundern, von Verlusten in Zeiten des Kriegs und des Friedens. Wie ein unsichtbares Band verbinden all diese Geschichten Maxwell und Elisabeth miteinander. Aber ist es stark genug?

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 28.02.2019

Rezensent Christoph Schröder macht sehr viele Worte, um Astrid Rosenfelds Roman zu verreißen. Dabei verhaspelt er sich derart, dass man kaum versteht, was genau er ihm eigentlich vorwirft: Kitsch, das ist klar, vor allem Frauenkitsch, noch schlimmer. Dann wird auch noch jemand nach 1945 von Russen vergewaltigt, was für Schröder der Gipfel des Unkorrekten zu sein scheint. Aber vor allem scheint ihm die alles wissende und alles verstehende Erzählerin auf die Nerven zu gehen. Da hilft auch eine "gewisse Rasanz" im ersten Teil nichts.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 27.02.2019

Rezensent Christoph Schröder empfiehlt dickes Lesefell für Astrid Rosenfelds Roman. Schröder selbst geht Rosenfelds Mix aus Frauenbildungsroman, Westernschmonzette und Schicksalsgeschichte aus der Wirtschaftswunderzeit mit Abstechern nach Kalifornien und Texas ganz schön auf die Nerven. Zu tief greift ihm die Autorin in die Klamottenkiste, nach Stereotypen (der äußerlich raue Russe mit der weichen Seele!), Kitsch, gefühligen Figuren und knalliger, kein Drama auslassender Handlung. Dass die schiere Menge an Figuren für den Leser nur schwer zu überblicken ist und die Lebensweisheiten der allwissenden Erzählerin einfach nur nerven, macht das Buch nicht besser, lässt Schröder uns wissen.
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