Artur Becker

Die Zeit der Stinte

Novelle
Cover: Die Zeit der Stinte
dtv, München 2006
ISBN 9783423244978
Kartoniert, 199 Seiten, 14,00 EUR

Klappentext

Ein polnischer Spätaussiedler reist mit einer amerikanischen Journalistin auf Spurensuche nach Polen. Chrystian ist ein deutsch-polnischer Spätestaussiedler in Bremen. Er lebt von der Hand in den Mund, ein Lebenskünstler, Schnorrer und Taugenichts. Vergeblich versucht er zu begreifen, warum ihn seine Frau rausgesetzt hat. Da tritt eine junge Amerikanerin in sein Leben. Sie ist Journalistin und jüdischer Herkunft und muss etwas klären: Vor fast sechzig Jahren sind drei ehemalige Häftlinge aus dem KZ Stutthof bei Danzig mit einem Flugboot auf dem Geserichsee gelandet und haben Richard Schmidtke hingerichtet, den Kommandanten eines Außenlagers, der sich dort im Wald versteckt hat. Einer der Männer war Monas Großvater.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.07.2006

Eher mittelmäßig findet Thomas Meissner diese Novelle Artur Beckers über Mona, eine amerikanische Journalistin jüdischer Herkunft, die sich nach Deutschland aufmacht, um die Geschichte ihres Großvaters zu erkunden. Dabei lernt Mona den arbeitslosen Akademiker Chrystian kennen, der sie bei ihrer Suche begleitet. Die Liebesgeschichte, die sich zwischen dem herumlungernden Chrystian und der attraktiven Mona entspinnt, hat Meissner nicht überzeugt. Auch Beckers Versuch, den eingefleischten Nazi und Gutsbesitzer Schmidke, den Monas Großvater seinerzeit tötete, noch einmal zu Wort kommen zu lassen, erscheint ihm nicht gelungen.
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