Arthur Machen

Der geheime Glanz

Roman
Cover: Der geheime Glanz
Elfenbein Verlag, Berlin 2019
ISBN 9783961600229
, 248 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Mit den erstmals übersetzten Skizzen "Die heiligen Dinge" und "Psychologie". Aus dem Englischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Joachim Kalka . Der immer wieder vergessene, immer wieder zu entdeckende walisische Schriftsteller Arthur Machen (sprich: "Mecken") hat ein umfangreiches Werk hinterlassen, das Texte von großer Originalität und starkem Reiz umfasst. Sie werden meist in die Kategorie "Horror" eingeordnet - nicht zu Unrecht, und doch gehören sie in einen größeren Kontext. An Machens Werk lässt sich die ästhetische Seite der Mystik studieren. Als Leser wird man nur schwer die überwältigenden Visionen vergessen können, die Landschaft und Literatur Machens Protagonisten zuteil werden lassen, an deren Innerstes sie rühren. Die von Joachim Kalka auf der Grundlage seiner 1992 bis 1995 erschienenen Übersetzung erstellte neue Werkausgabe versammelt die bedeutendsten Erzähltexte Machens. Sie fügt der alten Edition einige neue Texte hinzu.In dem düsteren Schriftstellerroman "Der geheime Glanz" ("The Secret Glory", 1922) hat Machen eigene Erinnerungen (unter anderem an die repressiven Erziehungsmethoden englischer Privatschulen) verarbeitet und zu einer Suche nach dem heiligen Gral gestaltet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.01.2020

Elmar Schenkel liest den zweiten Band der Werkausgabe von Arthur Machen mit Spannung. Als Bewohner einer fremden Welt erscheint ihm der Autor in seinem angeblich besten Roman von 1922, in dem er den Konflikt zwischen einem Internatsschüler und seinem Lehrer als Reise ins Unbewusste inszeniert, wie Schenkel erläutert. Wie Machen Symbolik aus der Alchemie mit dem Motiv der Gralssuche vermischt, findet er lesenswert. Keltisch "durchwirkt" ist die im Text eröffnete sprachlich rauschhafte Vision laut Schenkel und figuriert als Gegenpol zum Puritanismus und Rationalismus. Das Rabelais'sche "Königreich der großen Trinker" ist dem Rezensenten lange nicht begegnet. Hier kommt es dank Machens Bodenständigkeit und der gekonnten Verschränkung von Horror und Humor sogar lesbar daher, versichert Schenkel.
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