Klappentext
Aus dem Englischen von Birgit Maria Pfaffinger. 15 zusammenhängende Horrorgeschichten mit einem literarischen und feministischen Twist. Mit seinen langen Schornsteinen und hohen Glasfenstern erhebt sich das Hotel über die Moorlandschaft. Es war nicht immer ein Hotel. Früher einmal war es nur eine Idee, in der Erde vergraben. Dann war es ein Bauernhof, ein See, ein Fluch. Auch heute ist es nicht immer ein Hotel: Es sieht für jeden und jede anders aus, tritt auf als Ort der Erinnerungen und Geheimnisse, als Spukhaus für die Lebenden und die Toten. "Das Hotel" erzählt fünfzehn miteinander zusammenhängende Geschichten über wiederkehrende Protagonistinnen, aber nur eine Geschichte über ein Gebäude, von der Geburt bis zum Tod. Wir begegnen Kindern und Müttern, Konferenzteilnehmerinnen, Gästinnen eines Junggesellinnenabschieds, Angestellten. Sie alle fühlen sich zum Hotel hingezogen, suchen Abenteuer, aber auch Versöhnung, Selbsterkenntnis, Absolution.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info)
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 30.10.2025
Hotels sind ja beliebte Schauplätze für Horrorgeschichten, weiß Rezensent Benedikt Herber, das ist in Daisy Johnsons neuem Buch nicht anders: In fünfzehn Kurzgeschichten umkreist sie ein Hotel in der moorig-schaurigen Landschaft Ostenglands. Der neugotische Bau birgt Geheimnisse und Sonderbarkeiten, die sich für Herber durch starke queere und Frauenfiguren, die "Kunst der Verknappung" und aufregende, überraschende Ideen auszeichnen. So sprechen die Fernseher miteinander, Geister können sich in Hirnen einnisten und eine Hexe wird im Moor ertränkt, gruselt sich der Kritiker. Für ihn sind die gelungenen Geschichten "ein Spiegel jener Bösartigkeiten", mit denen Menschen sich gegenseitig anfallen.
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