Arnold Suppan (Hg.)

The Imperialist Peace Order in Central Europe:

Saint-Germain and Trianon, 1919-1920
Cover: The Imperialist Peace Order in Central Europe:
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissensch, Wien 2019
ISBN 9783700183631
Kartoniert, 250 Seiten, 29,00 EUR

Klappentext

Die Friedensverträge von Saint-Germain und Trianon besiegelten die Auflösung der Habsburgermonarchie und legten völkerrechtlich die neuen Grenzen zwischen den Nachfolgestaaten fest. Die Siegermächte behandelten Österreich und Ungarn auf der Pariser Friedenskonferenz als Verliererstaaten und zwangen ihnen schwere territoriale, finanzielle, wirtschaftliche, militärische und kulturelle Verluste auf. Nur etwa zwei Drittel der (Deutsch-)Österreicher und Magyaren verblieben im jeweiligen Nationalstaat, jeweils ein Drittel wurden neue nationale Minderheiten in anderen Nachfolgestaaten. Diese unausgewogene Friedensordnung überstand daher keine zwanzig Jahre.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.01.2020

Eine höchst verwickelte Geschichte war das, die Entstehung der zentraleuropäischen Grenzen nach dem 1. Weltkrieg, so führt uns Rezensent Andreas Oplatka und so führt ihm Arnold Suppan ein weiteres Mal vor. Entscheidend zum Verständnis scheint dabei, die Stränge völkerrechtlicher Argumentation - etwa das Recht auf nationale Selbstbestimmung - von denen imperialer Interessen der Siegermächte, besonders Großbritanniens und Frankreichs, erfolgreich zu trennen, wie Suppan es macht, lobt der Kritiker. Er preist Detailreichtum und Überblick des Historikers, die er in der Beschreibung sowohl der internen als auch der außenpolitischen Gemengelage bei der Aufteilung der alten Donaumonarchie zeigt. Waren die Ergebnisse der Pariser Konferenz der notwendige Auftakt zum Zweiten Weltkrieg? Suppan vermeidet es, "mit der ihm eigenen Sorgfalt und Genauigkeit", diese These zu bejahen. Aber er legt immerhin Fakten vor, die stark auf diesen Zusammenhang verwiesen, so der beeindruckte Rezensent.

Beliebte Bücher

Juli Zeh. Pony Show - Roman. Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Juli Zeh: Pony Show
Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet…
Shida Bazyar. Die Lücken - Roman. Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Shida Bazyar: Die Lücken
Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…
Botho Strauß. Bleiben und Blicken. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Botho Strauß: Bleiben und Blicken
In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,…
Dana Vowinckel. Anton und Alma - Roman. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Dana Vowinckel: Anton und Alma
Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…