Klappentext

Als erster Integrationsminister der Bundesrepublik Deutschland analysiert Armin Laschet die neue Integrationspolitik und skizziert, wie es Deutschland gelingen kann, auch für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu einer Republik der Aufsteiger zu werden. Laschet geht es um eine gesamtgesellschaftliche Vision: Deutschland braucht eine neue Mentalität, die jedem unabhängig von seiner Herkunft gesellschaftlichen Aufstieg ermöglicht. Die demografische Entwicklung und der Mangel an qualifizierten Fachkräften machen die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte notwendig. Qualifizierte Zuwanderung muss als Chance begriffen werden, um in dem globalen Wettbewerb um die besten Köpfe bestehen zu können. Erfolgreiche Integrationspolitik ist auch eine Investition in Menschen, die ein Gewinn für die deutsche Gesellschaft sind und zugleich das Ansehen und die Internationalität des Landes gesellschaftlich, wirtschaftlich und kulturell erhöhen können.
Armin Laschet thematisiert Sorgen, Ängste und Vorurteile, die sich mit Zuwanderung und Multikulti-Realität verbinden. Mit seinem Blick auf europäische und internationale Zusammenhänge eröffnet er Perspektiven auf die Wechselbeziehung zwischen Migration und Entwicklung.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.10.2009

Ein inspirierendes Buch zum Thema Integration hat Rezensent Roland Preuss da gelesen. Dass sich so etwas über eine Analyse eines CDU-Ministers sagen lässt, ist an sich schon erstaunlich. Was der Integrationsminister von NRW Armin Laschet hier versucht, nämlich Durchlässigkeit zu schaffen und Versäumnisse offen zu legen, hat für Preuss seinen Reiz vor allem durch die Ehrlichkeit, mit der Laschet Parteigenossen wie FJ Strauß und Manfred Kanther kritisiert und strukturelle Versäumnisse als Grund für die Probleme von Zuwanderern erörtert. Weniger erfreulich findet Preuss das "Wegducken" des Integrationsministers beim Schlüsselthema Bildung sowie seine Ideenlosigkeit beim Umgang mit sich der Integration widersetzenden Minderheiten. So wenig originell, wie Preuss die Vision von einer Chance zum Aufstieg für alle auch vorkommt, so richtig erscheint sie ihm dennoch.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2009

Gar nicht bescheiden findet Stefan Luft, wie sich der Autor hier aufführt. Der Umstand, dass Armin Laschet zum Thema Integration eigentlich nichts inhaltlich Weiterführendes vorzutragen hat, macht es nicht erträglicher, findet Luft. Ebenso wenig Laschets nationale Selbstanklage. Und noch viel weniger seine Selbstdarstellung als Retter in der Not. Wer Ursachenforschung betreiben will, meint Luft, der muss den Integrationsprozess auf seine hemmenden beziehungsweise fördernden Faktoren untersuchen. Als Zukunftsminister in Sachen Integration sieht Luft den Autor und CDU-Politiker in NRW also nicht.
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