Aus dem Englischen von Amanda Mukasonga. Zweisprachige Ausgabe. Die britische Sängerin, Songwriterin und Dichterin Arlo Parks ist gerade mal Anfang 20 und gilt längst als Pop-Sensation, als Stimme einer ganzen Generation. Mit The Magic Border legt Arlo Parks nun ihren ersten Lyrikband vor und beweist, dass sie vor allem eins ist: eine Geschichtenerzählerin. Begleitet von Songtexten und Fotografien handeln ihre Gedichte von Mental Health, Queerness und Black Lives, von Liebe, Trauma und Schmerz. Es sind Fragmente einer Gegenwart, in der individuelle Erlebnisse auf kollektive Erfahrungswelten treffen - mal zart, mal kraftvoll; immer intim, bewegend, einfühlsam und empowernd.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.10.2023
So depressiv wie Billie Eilish, aber noch "klüger" - so resümiert Rezensent Leonardo Kahn die Texte der britischen Indie-Pop-Sängerin Arlo Parks, die parallel zum neuen Album nun auch ihren ersten Gedichtband veröffentlicht hat. Sie hätte es besser gelassen, meint Kahn dann allerdings: Einflüsse von Ocean Vuong, Annie Ernaux oder Sylvia Plath erkennt er zwar durchaus, auch "großes sprachliches Talent" attestiert er der Sängerin, die über Cola, Liebe und "Zitronenplasma" dichtet. Aber ohne den musikalischen Hintergrund bleiben die Verse "blass", moniert der Rezensent, der nicht ausschließt, dass da noch mehr geht.
Aus den Gedichten der britischen Sängerin Arlo Parks, die nun in einer zweisprachigen Ausgabe erscheinen spricht die "Sehnsucht nach einer Magie des Empfindsamen", stellt Rezensentin Swantje Karich fest, die mit der Künstlerin sprach. Die sanfte Gefühlsbetontheit ihrer Lyrik kreiert einen "Safe Space" für alle, die ihn suchen, so die Rezensentin. Darüber hinaus hat ihre Kunst eine politische Dimension: als junge, schwarze und queere Frau erzählt sie auch von schmerzhaften persönlichen Erlebnissen, von ihrer Identitässuche, von Gewalt- auch gegen sich selbst, so Karich, und kreiert so ein "erschütterndes autobiografisches Fragment". Mit ihren Liedern und Gedichten singt Parks gegen ihre Wunden an, schließt die Rezensentin, und spendet sich selbst und den Lesern Trost.
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