Aus dem Englischen von Frank Sievers und Nicole Seifert. Reese und Amy sind ein glückliches Paar, zwei trans Frauen in New York, mit dem Traum von einer Familie. Doch dann entscheidet sich Amy, wieder als Mann zu leben, und die Liebe zerbricht. Als drei Jahre später Amesʻ Chefin Katrina unerwartet von ihm schwanger wird, fasst Ames einen Plan: Warum ziehen sie das Kind nicht gemeinsam groß, zu dritt?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.06.2022
Rezensentin Nora Noll gibt Entwarnung: So konstruiert, wie er zunächst scheint, ist Torrey Peters' Debütroman über eine queere Dreiecks-Elternschaft gar nicht. All die Dramatik, die Wendungen und Verflechtungen, die Telenovela-Tragik um Trans, Cis und Detransition gehen wunderbar auf in Peters' "unverblümtem Stil" und ihren komplexen Figuren, versichert Noll. Außerdem idealisiert die Autorin nichts, kritisiert unverhohlen trans communitys und spricht aus eigener Erfahrung als trans Frau, so Noll. Peters' facettenreicher, differenzierter Blick auf Geschlechteridentitäten ist jeder Instrumentalisierung voraus, lobt die Rezensentin.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 09.04.2022
Rezensentin Christina Vettorazzi hat es nicht leicht, sich in Torrey Peters' Debütroman über Transsexualität, Freundschaft, Familie, Liebe zurechtzufinden. Was geschieht, wenn das Konzept der Kernfamilie grundsätzlich infrage gestellt wird, schildert der Text auf komplexe Weise und unter Verwendung von queeren Begriffen, die Vettorazzi auch mal nachschlagen muss. Der nicht unerhebliche Gewinn liegt für sie darin, dass die Lektüre dazu anregt, zusammen mit den betroffenen Figuren im Text über Queerness, Identität, Familienplanung und soziale Zwänge nachzudenken.
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