Archilochos

Archilochos: Gedichte

Griechisch/Deutsch
Cover: Archilochos: Gedichte
Reclam Verlag, Stuttgart 2021
ISBN 9783150141687
Kartoniert, 120 Seiten, 6,80 EUR

Klappentext

Herausgegeben und aus dem Altgriechischen übersetzt von Kurt Steinmann. In jedem noch so tapferen Soldaten steckt ein Mensch, der nicht nur Mut kennt, sondern auch die nackte Angst, der sich nicht nur von Beherrschtheit leiten lässt, sondern auch von Liebe - und von enttäuschter Liebe. Archilochos ist dafür das Paradebeispiel. Er lebte im 7. Jahrhundert v. Chr. als Krieger. Und als Dichter, ja, er war der erste Dichter, der aus seiner ganz persönlichen Sicht schrieb: über das Hier und Jetzt, nicht über eine mythische Vergangenheit wie Homer. Seine Zeilen wirken unmittelbar - und ehrlich. Und sie lassen den Leser einen Blick erhaschen auf diese turbulente, von der griechischen Expansion geprägte Epoche: die Archaik.Kurt Steinmann hat für diese zweisprachige Ausgabe die eindrücklichsten Fragmente ausgewählt und übersetzt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.11.2021

Rezensent Ulf von Rauchhaupt genießt die Gedichte des Archilochos in der preisgünstigen zweisprachigen Ausgabe von Kurt Steinmann. Steinmanns originalorientierte, "schnörkellose" Prosaübertragung hat für den Rezensenten genug lyrische Momente. Steinmanns thematische Ordnung der teils "lebensklugen" Texte über das unheroische Soldatendasein, die Liebe, die individuelle Wut lädt den Rezensenten ein zur kursorischen Lektüre. Die Bedeutung dieses antiken Dichters leuchtet Rauchhaupt so unmittelbar ein.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 26.08.2021

Rezensent Thomas Ribi freut sich über die Gedichte von Archilochos von Paros, dem ersten bekannten griechischen Dichter. Vermutlich in der Mitte des 7. Jahrhunderts vor Christus schrieb er seinen ersten lyrischen Text, einer von vielen, der nicht nur von dem stark ausgeprägten Selbstbewusstsein des dichterischen Soldaten zeugt, sondern auch den Beginn von Hassdichtungen markiert, in denen er mal seinen Feinden das Schlimmste wünscht und dann wieder der aristokratischen Gesellschaft den Spiegel vor das Gesicht hält, erklärt Ribi. Die unausgeschmückte Übersetzung ins Deutsche vom Altertumswissenschaftler Kurt Steinmann findet der Rezensent schön gelungen und gut heranführend an die Dicht- und Denkweise von Archilochos. Aber er warnt, ebenso wie es der Dichter auf metonymischer Ebene tut: "das ist Literatur mit Anspruch".
Stichwörter

Themengebiete


Beliebte Bücher

Angelika Klüssendorf. Trost - Roman . Piper Verlag, München, 2026.Angelika Klüssendorf: Trost
2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich…
Szczepan Twardoch. Sehnsucht - Roman. Rowohlt Berlin Verlag, Berlin, 2026.Szczepan Twardoch: Sehnsucht
Aus dem Polnischen von Olaf Kühl. Erwin Piontek, Bergmann im Ruhestand, geht seinen Lebenstraum - eine Weltumseglung - bescheiden an: im Boot auf einem Stausee. Doch während…
Christine Wunnicke. Wachs - Roman. Berenberg Verlag, Berlin, 2025.Christine Wunnicke: Wachs
Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie…
Petra Morsbach. Orion - Roman . Penguin Verlag, München, 2026.Petra Morsbach: Orion
Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…