Aus dem Altgriechischen von Kurt Steinmann. Prometheus hat den frühen Menschen das Feuer gebracht und mit ihm ganz neue Annehmlichkeiten - obwohl der Göttervater Zeus es ihm verboten hatte. Die Strafe kennen wir: Der Held wurde an einen Felsen im Kaukasus geschmiedet, wo ihm Tag für Tag Zeus' Adler die Leber aus dem Bauch fraß! Doch Prometheus, radikal in seiner Anwaltschaft für die Menschen, ließ sich nicht brechen und revoltierte gegen die göttliche Übermacht.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.12.2020
Als das eigenwilligste Stücke des griechischen Tragödiendichters Aischylos beschreibt Rezensent Thomas Ribi den "Gefesselten Promotheus", ja eigentlich als "postdramatisches Theater" avant la lettre: Darin ziehen Menschen an Promotheus vorbei, der von Zeus an den Felsen gekettet wurde, weil er den Menschen das Geheimnis des Feuers verraten hatte. Mit Promotheus und einem Chor werden Recht und Macht verhandelt und die Frage, ob nicht erst die Revolte gegen die Götter den Menschen zum Menschen macht. Ribi findet das aktuell wie eh und je, besonders lesenswert aber in der klaren und erhabenen, völlig ungestelzten Übersetzung von Kurt Steinmann.
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