Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 11.09.2004
Als "eindringlichen" und differenzierten Einblick in das "nicht enden wollende Trauerspiel" der tschetschenischen Geschichte lobt die mit "I.R." zeichnende Rezensentin den von Ekkehard Maass betreuten zweisprachigen Band mit Gedichten des im deutschen Exil lebenden tschetschenischen Dichters Apti Bisultanov. Seine aus den Jahren 1982 bis 2003 stammenden Verse, die vom roten Faden einer "ungnädigen Geschichte" und von den "Traumen des Verlusts" durchzogen sind, verbinden "tschetschenische Volkstraditionen" (wie etwa Chorlied und Klagegesang) mit "Elementen der modernen europäischen Poesie". Bisultanovs Ton und Metaphorik, so der Rezensent, verschmelzen die "Lakonie des Notats" und die "Melodik des Gebets" zu einer "bisweilen archaisch-fremdländisch" Ton- und Bildersprache.
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