Nicole Galland, Neal Stephenson

Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.

Roman
Cover: Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.
Goldmann Verlag, München 2018
ISBN 9783442314904
Gebunden, 864 Seiten, 30,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Juliane Gräbener-Müller. D.O.D.O. - das Department of Diachronic Operations - ist eine Geheimorganisation der amerikanischen Regierung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, mittels Zeitreise die Magie in unsere Welt zurückzuholen. Denn selbst wenn Zauberei in der Gegenwart nur noch Stoff für Märchen und Mythen sein mag, so war sie doch real, bis sie im Jahr 1851 durch ein schicksalhaftes Ereignis für immer verschwand. Tatsächlich gelingt es, in die Vergangenheit zu reisen. Doch es ist ein riskantes Unterfangen mit ungewissem Ausgang, da niemand zu sagen vermag, welche Zukunft die Zeitreisenden bei ihrer Rückkehr erwarten wird...

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 17.01.2020

In einem größeren Beitrag, der sich mit dem Genre uchronischer Romane befasst - also solcher Romane, die an einem bekannten Punkt der Geschichte abbiegen und eine Alternativwelt erfinden - kommt Hartmut Kasper auch auf Neal Stephensons neuen Roman "Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O." zu sprechen, den Stephenson zusammen mit Nicola Galland, einer Autorin historischer Romane, verfasst hat. D.O.D.O., erläutert Kasper , "steht für das Department of Diachronik Operations, also etwa: die Abteilung für Einsätze gegen den Uhrzeigersinn". Es handelt sich um eine dramaturgisch recht wilde Angelegenheit, schreibt Kasper, die das Genre bis an die Grenzen zu führen scheint. Die bloße Erzählung wird dabei oft aufgegeben, um Formen wie dem Glossar oder Suchverläufen Platz zu machen, erfahren wir. Hexen kommen aber auch vor, so Kasper, und zwar eine gute und eine böse. Aber was die böse will, kann von der guten nicht vollends verurteilt werden. Spaß scheint Kasper mit der Lektüre gehabt zu haben.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 22.01.2019

Rezensentin Irene Binal amüsiert sich prächtig über diesen Fantasy-Roman, für den sich Neal Stephenson mit der Autorin Nicole Galland zusammengetan hat, um in gewohntem Wahnwitz Wissenschaftsgeschichte und Fantastik miteinander zu verwirbeln. Das Department of Diachronic Operations hat nämlich herausgefunden, dass die Magie erst im Jahr 1851 verschwand, weswegen sich Mel Stokes und Tristan Lyon daran machen, die Magie zurückzuholen. Toll, freut sich Binal, wie Stephenson und Galland in einem Ritt durch die Neuzeit Quantenpyhsik und Hexerei, Schrödingers Katze und Christopher Marlowe, Konstantinopel und das elisabethanische London verbinden.

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