Antje Stannek schildert, wie aus adeligen Jungen reisend durch das höfische Europa des 17. Jahr- hunderts weltgewandte junge Männer wurden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.09.2001
Tourismus kommt von grand tour, und gemeint waren damit die Bildungsreisen, die standesbewusste junge Männer bis zum Beginn des 19.Jahrhunderts unternahmen, informiert der Rezensent mit dem Kürzel "rox.". Die Historikerin Antje Stannek hat die Reisen der zumeist Adligen des 17. Jahrhunderts rekonstruiert und dafür bisher ungenutztes Quellenmaterial aus den Archiven bekannter Häuser wie das der Fugger oder der Calenbergs ausgewertet. Zum Reiseprogramm der jungen Adligen gehörten auch, so "rox", Bordell- und Kurtisanenbesuche. Solange diese die Heiratspläne der Eltern nicht störten, wurden sie als geschlechtsspezifische "Weiterbildungen" durchaus geduldet, berichtet der Rezensent.
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