Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf. Mit farbigen Illustrationen. Mit dem weißen Zwergkaninchen Mischka bekommt Roya das Haustier, das zu ihrem Glück noch fehlt. Roya musste mit ihren Eltern und ihren drei älteren Brüdern aus Afghanistan fliehen. Doch jetzt sind sie endlich angekommen, haben eine permanente Aufenthaltserlaubnis, eine eigene Wohnung und müssen nicht mehr dauernd umziehen. Und Mischka ist da! Ihm vertraut Roya die Erlebnisse der Flucht an und fragt auch ihre Brüder danach, weil sie sich nicht an alles erinnern kann. So fängt die Familie zum ersten Mal nach der Flucht an, darüber zu sprechen, was ihnen widerfahren ist. Und ihnen wird bewusst, dass sie nun in Sicherheit sind. Als Mischka ausbüchst, setzen Roya und ihre Brüder Himmel und Erde in Bewegung, um das Zwergkaninchen wiederzufinden
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2023
Fluchtgeschichten zu schreiben ist ziemlich schwierig, noch dazu für Kinder, Edward van de Vendel und Anoush Elman gelingt es aber, findet Lena Bopp: Die beiden knüpfen hier an ihr vorhergehendes Buch an und erzählen die Geschichte der Schwester des Protagonisten aus "Der Glückfinder". Die kleine Roya erzählt aus ihrer Perspektive, wie es nach der Flucht der Familie aus Afghanistan in den Niederlanden weiterging - und von ihrem Zwergkaninchen, das eine besondere Rolle einnimmt, so Bopp. Sie ist froh darüber, dass die Schwierigkeiten und das Schlimme, das Roya erlebt hat, zwar besprochen werden, aber nicht versucht wird, sie wegzuerklären. "Herzerwärmend", schließt sie.
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