Anne Marie Slaughter

Was noch zu tun ist

Damit Frauen und Männer gleichberechtigt leben, arbeiten und Kinder erziehen können
Cover: Was noch zu tun ist
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2016
ISBN 9783462048933
Gebunden, 352 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

In einem Artikel des Magazins 'Atlantic Monthly' mit der Überschrift 'Why Women Still Can't Have It All' beschrieb Anne-Marie Slaughter ihre Entscheidung, den Traumjob als Direktorin des politischen Planungsstabs im US-Außenministerium in Washington zu verlassen und zu ihrer Familie und ihrer akademischen Karriere in Princeton zurückzukehren. Sie schilderte die Hindernisse, denen sich Frauen gegenübersehen, wenn sie Arbeit und Familie vereinbaren wollen. Der Artikel, der meistgelesene in der Geschichte des Magazins, löste eine auch hierzulande leidenschaftlich geführte Debatte aus. Unter anderem wurden Slaughter Verrat an feministischen Idealen und Entmutigung jüngerer Frauen vorgeworfen. Zugleich erhielt sie viel Zuspruch für das Bemühen, die tatsächlichen Schwierigkeiten zu schildern, die so viele Frauen im Alltag verzweifeln lassen. Mit 'Was noch zu tun ist' legt sie nun nach und nimmt die Vorurteile, Halbwahrheiten und den Selbstbetrug unter die Lupe, die Frauen (und Männer) immer noch ausbremsen. Sie stellt konkrete Forderungen und Lösungsschritte vor, erzählt aus ihrem Leben, zeichnet das Bild einer neuen feministischen Bewegung und fordert: Unsere Gesellschaft muss ihr Wertegefüge radikal ändern, das Geldverdienen so viel höher schätzt als Fürsorge. Nur dann werden wir unser Ziel erreichen, Familienleben, Kindererziehung und beruflichen Erfolg vereinbaren zu können. Und zwar Frauen und Männer!

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.06.2016

Julia Bähr atmet auf. Mit dem neuen Buch der Politikwissenschaftlerin Anne-Marie Slaughter scheint ihr der Karrierefeminismus überholt. Dass Karriere und Familie für Frauen wie für Männer ein unerrreichbares Ideal darstellen, kann ihr die Autorin vermitteln, indem sie strukturelle Schwächen aufzeigt. Es geht um Arbeitsbedingungen, meint Bähr. Auch wenn Slaughters Buch auf US-amerikanische Verhältnisse zugeschnitten ist, entdeckt Bähr darin brauchbare Tipps für Familien.
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