Herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Exilbibliothek von Barbara Weidle und Ursula Seeber. Mit Beiträgen von Herta Blaukopf, Murray G. Hall, Oliver Hilmes, Gregory Hurworth, Albrecht Joseph, Anna Mahler, Ursula Seeber und Barbara Weidle. Anna Mahler wurde 1904 in Wien geboren. Als Tochter von Gustav Mahler und Alma Mahler-Werfel hatte sie es nicht leicht, ihren Platz im Leben zu finden. Trotz großer musikalischer Begabung entschied sie sich für eine Laufbahn als bildende Künstlerin. In Rom studierte sie Malerei bei de Chirico. Doch ihre Leiden- schaft waren seit 1931 Steinbildhauerei und Porträt.
Als Tochter von Gustav und Alma Mahler trug Anna Mahler zeitlebens an einem nicht unbeträchtlichen familiären Erbe. Der Vater starb früh, vom "dumpfen Antisemitismus" der Mutter emanzipierte sich die Tochter entschieden. Auch ihren Weg als Künstlerin ging die Bildhauerin mit erstaunlicher Konsequenz - und mit Erfolg. Für diese Monografie haben die Herausgeberinnen Interviews geführt mit Zeitgenossen, Freunden, Weggefährten, die einzelnen Kapitel sind von "Autoren verschiedener Sachgebiete" verfasst. Erstmals zu lesen ist ein Nachkriegs-Briefwechsel mit der Mutter. Das spannendste aber, so der Rezensent Heribert Hoven, ist das dem Band mitgegebene, zuvor teils verloren geglaubte Bildmaterial.
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