Anna Haifisch

The Artist

Gesamtausgabe
Cover: The Artist
Reprodukt Verlag, Berlin 2022
ISBN 9783956403095
Gebunden, 200 Seiten, 29,00 EUR

Klappentext

Ein vogelartiges Geschöpf bewegt sich mehr oder weniger erfolglos in der Kunstwelt und träumt davon, eines Tages ein großer Künstler zu sein. Allerdings wird es immer wieder mit Rückschlägen konfrontiert - quälende Selbst- zweifel sind die unausweichliche Folge... Anna Haifisch zeichnet ein Porträt des Kunstbetriebs. Klar, dass sich das am besten mit Tierfiguren erzählen lässt. Anna Haifisch nimmt sich der Zumutungen, Peinlichkeiten und Ängste der Künstlerexistenz an - und macht Comics daraus, über die man lachen kann, die einen aber auch anrühren. Mit sparsamer und präziser Linienführung verleiht Anna Haifisch ihren sprechenden Tierfiguren Eleganz und Zartheit. Diese Neuausgabe enthält die beiden Bände "The Artist" und "The Artist - Der Schnabelprinz".

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 29.11.2021

Imke Staats kann sich vorstellen, dass kunstaffine Menschen Spaß haben mit dem dritten Teil von Anna Haifischs Künstler-Trilogie. Dass der namenlose Künstler nunmehr erfolgreich ist, ändert nichts an seiner verquälten Seele, erkennt Staats. Wie Haifisch die Figur inszeniert in leichtem Retro-Chic, zwischen Klischee und Unbehagen, aber immer "famos" sicher und doch offen gezeichnet, in etwas altmodischer Sprache, hält Staats für große Oper. Wer die Kunstszene leidenschaftlich hasst oder liebt, wird hier gut bedient, meint sie.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2021

Rezensent Andreas Platthaus ahnt den Welterfolg von Anna Haifischs gereimtem Comic schon. Wie die Autorin dichtet und zeichnet, findet er famos. Dass Marcel Beyer die Übersetzung der Texte übernommen hat, scheint ihm ein Gewinn zu sein. Alle beide hatten Spaß bei der Arbeit, da hat Platthaus keinen Zweifel. Sind die Bilder im Band "Kunstwerke eigenen Rechts" für den Rezensenten, so ist die Fortsetzungsgeschichte über den von Schaffenskrise zu Schaffenskrise wandelnden Künstler für ihn ein Novum insofern, als die Figur diesmal eben in Reimen reflektiert. Zusammen ergibt das "Pop-Art in Buchform", meint Platthaus.
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