Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.05.2000
Recht angetan zeigt sich Gregor Schöllgen von diesem Band und bescheinigt dem Autor, hier eine "anschauliche und zuverlässige" Darstellung vorgelegt zu haben. Dabei weist der Rezensent darauf hin, dass Pohl als Leiter des Historischen Instituts der Deutschen Bank Zugang zu wichtigen Quellen hatte. Schließlich habe die Deutsche Bank (neben Siemens und der "Philipp Holzmann & Cie.") eine entscheidende Rolle bei dem Eisenbahnprojekt gespielt. Begeistert gibt Schöllgen in kurzer Form die einzelnen Schritte bei der Planung und Entwicklung des Projekts wieder und weist dabei neben finanziellen Problemen auch auf die Risiken des Baus und die außenpolitischen Konflikte - so mit Russland und England - hin. Die Stärke des "vorzüglich illustrierten" Buchs liegt nach Ansicht des Rezensenten u. a. auch darin, dass sich der Autor nicht auf die Darstellung des Eisenbahnbaus beschränkt, sondern auch einen Blick auf die darüber hinausgehende wirtschaftliche Entwicklung im "Zweistromland" sowie auf die deutschen Kolonialisierungsvorhaben in der Region wirft.
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