Deutsch/Rätoromanisch. Angelika Overath bringt das Vallader, die Sprache des Unterengadins, zum Klingen. Ihre Sprachbilder sind vielleicht nur durch eine fremde Zunge, einen fremden Blick möglich geworden. Im Wechselspiel von Vallader und Deutsch entsteht ein neuer Echoraum, in dem sich das Leben in seiner Melancholie und seinem Glück in einer unvergleichlichen Landschaft öffnet. Als überraschendes Schmuggelgut fügt die Autorin dem Band die Abteilung "Istanbuler Elegien" bei. In diesem "Schwarzhandel" kommen sich Engadin und Orient, Inn und Bosporus, Sehnsucht und Heimat berührend nah.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.09.2022
Rezensent Tobias Lehmkuhl überlegt, was er mit Angelika Overaths Gedichten anfangen soll. Entstanden aus dem Wunsch der Autorin, einen rätoromanischen Dialekt zu lernen, bieten die "tastenden" Verse dem Rezensenten zunächst nicht viel mehr als ein fremdes, doch auch heimeliges Tönen und Leuchten. Manches Wort würde Lehmkuhl zweifellos gern ins Hochdeutsche übernehmen. "Schnuogl" für Knie zum Beispiel. Im Ganzen aber bietet der zweisprachige Band dem Rezensenten doch eher "Etüden", kleine, entzückende Spielereien und Entdeckungen.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…