Angeles Mastretta

¡Ehemänner!

Erzählungen
Cover: ¡Ehemänner!
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009
ISBN 9783518461013
Kartoniert, 201 Seiten, 11,90 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Petra Strien. Ana sieht keinen Grund, sich zwischen ihrem zuverlässigen, zugegebenermaßen etwas eintönigen Ehemann und ihrem phantasievollen Liebhaber zu entscheiden; Natalia beschleicht mit einem Mal das Gefühl, ihr Körper werde alt und ihr Herz dagegen immer jünger; Señora Fez hat ihre Pflicht an dem Tag erfüllt, an dem sie ihren Mann zu Grabe trägt - in den kurzweiligen, amüsanten, manchmal nachdenklichen und bewegenden Geschichten von Angeles Mastretta geht es um Frauen jeden Alters, die Enttäuschungen, Trennungen, aber auch das kleine Glück des Alltags und solche Ehemänner erlebt haben, die einen auch nach Jahren noch überraschen, in jeglichem Sinne...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.01.2010

Als "Ferienlektüre" für Pauschalreisende ist Angeles Mastrettas neuer Erzählband bei Barbara Villiger Heilig durchgefallen. Während der viel gelobte und mittlerweile verfilmte Roman "Mexikanischer Tango" noch über "sogenannte Frauenliteratur" weit hinausging, indem er eine selbstbewusste Protagonistin durch die mexikanische Geschichte führt, muss die betrübte Rezensentin feststellen, dass dem vorliegenden Band jede Tiefendimension abgeht. Das Thema der vom Ehemann betrogenen Frau wird in allen Variationen dargeboten, wobei die Frauen auf verschiedene Weise, aber stets unfehlbar über den Treulosen triumphieren, stellt Villiger Heilig wenig gefesselt fest. Was sie an diesen Erzählungen am meisten stört ist der Abstand zur mexikanischen Realität und die Abwesenheit der "abgründigen Seiten", die das Geschlechterverhältnis Mexikos vielfach prägen, wie die Rezensentin betont.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.09.2009

Sandra Richter hat die Ehegeschichten von Angela Mastretta ganz gern gelesen, Begeisterungsstürme entlocken sie ihr allerdings nicht. Die mexikanische Erfolgsautorin erzählt mit viel "Lokalkolorit" von den Spielarten der Ehe, mal zu zweit, mal zu dritt, hier glücklich, dort öde, wobei sie eher "klassische Beziehungsmuster" vorführt, wie die Rezensentin bemerkt. Fest steht aber, dass der Ehemann stets die kritischeren Blicke der Autorin abkriegt, so Richter weiter. Viele dieser Erzählungen endeten illusionslos, erzählten vom Scheitern oder, schlimmer noch, von verpassten Liebesgeschichten. Wenn die Ehegeschichten allerdings gut ausgehen, dann geht es der Rezensentin oftmals allzu "glatt", und irgendwie fühlt sie sich darin häufig in die fünfziger und sechziger Jahre zurückversetzt, als die Geschlechterbeziehungen noch ordentlicher geregelt waren. Und so empfiehlt Richter den Band auch vor allem als kurzweiliges Ferienprogramm für unseren hiesigen "Liebesalltag".
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