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Isaac Rosa

Glückliches Ende

Roman
Cover: Glückliches Ende
Liebeskind Verlagsbuchhandlung, München 2021
ISBN 9783954381241
Gebunden, 352 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Auch wenn jede unglückliche Ehe auf ihre eigene Weise unglücklich ist, gleichen sie einander. Die Geschichte von Ángela und Antonio geht wie die vieler Paare: Sie verlieben sich, leben einen Traum, haben Kinder, werden in den Mühlen des Alltags zerrieben, bringen irgendwann nicht mehr die Kraft und die Geduld auf, sich auf den anderen einzulassen, Misstrauen und Eifersucht machen sich breit … Nach ihrer Trennung stellen sich Ángela und Antonio verzweifelt die Frage, wie es so weit hatte kommen können. Abwechselnd ergreifen sie das Wort, um ihre gescheiterte Ehe einer Autopsie zu unterziehen. Jeder erzählt von der schleichenden Erosion der Liebe, von verlorenen Träumen und den sich verändernden Lebensbedingungen. Und von den unzähligen Versuchen, der eigenen Unzulänglichkeit Herr zu werden und über die des anderen hinwegzusehen … Isaac Rosas Roman "Glückliches Ende" ist ein kunstvoll konstruiertes Buch über die Liebe im 21. Jahrhundert.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.03.2021

Rezensentin Karin Janker empfiehlt Isaac Rosas Roman als Buch über die Liebe und ihre Krisen mit einem Happy End. Letzteres gelingt laut Janker durch die retrospektive Anlage des Textes. Das Buch beginnt mit der Trennung und endet mit dem Kennenlernen der Hauptfiguren, erläutert sie. Weise, politisch und raffiniert in der Anlage, erzählt der Text für Janker auch von den Existenzsorgen und der Müdigkeit der Mittelschicht, vom "Ausgeliefertsein an die Lebensumstände", ähnlich wie es im deutschssprachigen Raum Anke Stellings Bücher tun, findet die Rezensentin.
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 11.02.2021

Dieser Liebesroman hat ein glückliches Ende. Aber nur, weil er vom Ende her erzählt ist, und die Versprechen des Anfangs darum das Buch beschließen, erzählt Rezensentin Katharina Döbler. Es handelt sich also um einen analytischen Lieberoman, so die Rezensentin, denn es geht um das Scheitern der Liebe. Der Roman, so erläutert sie, untersucht nicht nur die psychologischen, sondern auch die sozialen Ursachen dieses Scheiterns. Er spielt im intellektuellen Prekariat Madrids, beide Protagonisten verdienen trotz ihrer Bildung zu wenig, und dies gehört zu den Bedingungen einer sich abnutzenden Liebe. So entstehe - in Dialogform übrigens, also auch gerecht - das "Bildnis eines Paares in Zeiten der Krise". Die Rezensentin sagt nicht viel Wertendes, aber was sie erzählt, klingt wie ein spannendes Experiment.