Das Buch für die schönsten Tage des Jahres. Der Nachfolgeband zum erfolgreichen Lesebuch "Sommergeschichten". Erzählungen von Javier Maras, Graham Greene, John Updike, Terézia Mora, Vladimir Nabokov, Ingeborg Bachmann, Ljudmila Ulitzkaja, Judith Hermann, Bernard Mac Laverty, Stewart O?Nan, Paul Bowles, Isaac B. Singer.
Franz Schuh hat offensichtlich großen Gefallen an diesem Buch gefunden, und zwar nicht nur, weil hier Geschichten ausnahmslos hochkarätiger Schriftsteller in einem Band gesammelt wurden. Vielmehr gefällt ihm darüber hinaus auch die Zusammenstellung der Texte durch Angela Hohmann, der er gelungen sei, durch die Dramaturgie "eine Geschichte eigener Art" zu erzählen. Gemeinsam ist den Geschichten, wie Schuh feststellt, nicht nur das Thema `Sommer` - die "absoluten und (...) relativen Trennungen Liebender" sind das eigentliche Thema des Buchs, so der Rezensent. Zwei Autoren hebt er besonders hervor, wegen einer "Art von Metaphysik", wie er meint: zum einen ist dies Vladimir Nabokov, der über die Beziehung von "Zigarettenstummel, Schmutzfleck, Kirschkern" philosophiert. Zum anderen ist es Stewart O`Nan, der darüber nachsinnt, dass der Tod bereits vor seinem eigentlichen Erscheinen "vieles in uns" zum Absterben bringt. Dies scheint Schuh so eindringlich geschildert, dass "sich ein Unbehagen meiner bemächtigt". Ein Unbehagen, das aber offensichtlich für ihn einen Großteil der Qualität dieses Bandes ausmacht.
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