Alan Warner

Die Soprane

Roman
Cover: Die Soprane
Rowohlt Verlag, Reinbek 2000
ISBN 9783499225598
Taschenbuch, 350 Seiten, 13,29 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Clara Drechsler. Der Chor einer streng katholischen Mädchenschule fährt aus dem provinziellen Heimatstädtchen in die verbotene Großstadt. Als die Mädchen ausschwärmen, erfahren sie an einem einzigen Tag genug Abenteuer, Glück und Schmerz für ein ganzes Leben ...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.03.2001

Sehr zwiespältig beurteilt Bruno von Lutz den vorliegenden Roman. Wenn der Autor auch zeitweilig bei dieser Geschichte über pubertierende schottische Mädchen auf der Suche nach sexuellen Abenteuern mit "sprachlichen Meisterleistungen, atmosphärischen Vignetten, Metaphernreihungen und umwerfend komischen" Szenen brilliere, so gelinge es ihm nach Meinung des Rezensenten nicht, eine oft "von Voyeurismus geprägte" Erzählperspektive abzulegen. Das ist für den "aufmerksamen Leser" nach Einschätzung des Rezensenten zu wenig und alles in allem nicht mehr als eine in deftige Worte gekleidete, zeitweise amüsante, Männerphantasie.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.02.2001

Die heile Welt gibt es auch in dem so entlegenen Schottland nicht mehr. Nach Meinung der Rezensentin Ingeborg Harm knüpft der schottische Autor Alan Warner konsequent da an, wo Irvine Welshs "Trainspotting" aufhörte. In seinem Roman schickt er eine pubertierende "Mädchenhorde" aus der Provinz auf einen durch Alkoholexzesse und sexuelle Phantasien gekennzeichneten Stadtbummel durch Edinburgh, erzählt Harms. Ein "bittersüßes Epos" sei hierbei entstanden, das zwischen "Naivität und Abgebrühtheit" meist gelungen "die Hymne der Jugend" singe, die sich "aus einem Überschuss an anarchischen Tatendrang lustvoll und ohne Bedauern selbst verheizt." Störend wirkt allerdings für die Rezensentin das zeitweise Absinken des Autors in Sentimentalität und die ein oder andere "krasse" Männerphantasie. Auf jeden Fall scheint mit diesem Buch Schottland endgültig seine Jungfräulichkeit verloren zu haben. Zur Übersetzung von Clara Drechsler sagt Harms leider gar nichts.
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