Aus dem Englischen von Werner Roller. Andrew Roberts folgt der Frage, warum die Achsenmächte den Krieg verloren: tatsächlich durch strategische Fehler und aus ideologischer Verblendung oder wegen der Übermacht der Alliierten? Im Mittelpunkt steht die Militärgeschichte mit ihren Operationen und Schlachten zu Land, zu Wasser und in der Luft sowie dem Wettlauf der Rüstungsproduktion und Informationsbeschaffung. Dabei gelingtes ihm, alle Kriegsschauplätze - in Europa, Afrika und Asien, im Atlantik und Pazifik - gleichberechtigt darzustellen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.03.2019
Andreas Kilb lobt den Drive und die Gründlichkeit, mit denen der britische Historiker Andrew Roberts seine Gesamtdarstellung des Zweiten Weltkriegs angeht. Leider ist das auch schon alles, was Kilb an dem Buch schätzt. Als Geschichtsbuch taugt es ihm nicht. Das liegt an der Haltung des Autors, der sein Augenmerk auf strategische Alternativen von Hitlers Kriegsführung lenkt, ohne ideologische und geografische Voraussetzungen zu berücksichtigen. Wenn Roberts gar in Betracht zieht, welche Vorteile Hitler der Einbezug jüdischer Intelligenz in die Kriegshandlungen eingebracht hätte, läuft es Kilb eiskalt den Rücken runter. Eindeutig zieht der Rezensent die Analyse derartigen Schachbrettspielereien vor. Hier gelangt die ereignisorientierte Historiografie an ihre Grenzen, findet er.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.02.2019
Joachim Käppner scheint Andrew Roberts' zehn Jahre nach der Erstveröffentlichung nun auch auf Deutsch zu lesende Geschichtserzählung auf der Höhe angelsächsischer Beschreibungskunst. Nicht so facettenreich wie Anthony Beevor, nicht so analytisch genial wie Ian Kershaw, nicht wirklich Neues behandelnd, findet Käppner das Buch, aber doch lesenswert für alle, die ohne Vorkenntnisse in die Abgründe des Zweiten Weltkriegs schauen möchten. Ihn selbst langweilt die x-te Beschreibung der Fehler des NS-Regimes, etwa in Dünkirchen, und Roberts' Gedanken zu einem möglichen deutschen Kriegsgewinn findet er müßig spekulativ. Mit Gewinn hingegen liest er Roberts' Widerlegungen von Mythen und Verschwörungstheorien zu Pearl Harbour oder dem Kriegseintritt Japans.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…